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RetroZocker

Zum Thema Flow

Vor einiger Zeit schrieb Christian, der endoflevelboss, etwas über den sog. “Flow”-Zustand beim Zocken. Es ist das Gefühl, das sicher jeder von uns kennt, das sich einstellt, wenn man spielt und spielt und spielt, weil das Spiel Spaß macht und es gerade gut läuft. Und man spielt weiter, muss sich schon gar nicht mehr hundertprozentig auf das Spiel konzentrieren und kommt am Ende trotzdem zu besten Ergebnissen. Ihr kennt das vielleicht von der Civ-Sucht oder von Tetris. Aber Christian kann das besser erklären.

Ich war jedenfalls kürzlich bei Geometry Wars: Galaxies im Flow-Zustand. Ich habe im Level Loseis des Epsilon-Systems weit mehr als hunderttausend Gegner abgeschossen, was mich glatt auf Platz 33 der weltweiten(!) Rangliste für dieses Level katapultiert hat! Guckt euch die Highscores an, es ist echt unglaublich. Kennt ihr den Flow auch aus eigener Erfahrung, bei welchen Spielen seid ihr schon mal in diesen Rauschzustand gefallen?

Meine größten Gurken - Teil 1

Habt ihr sowas auch, ein Spiel in eurer Sammlung, das, ggf. trotz Nostalgie-Bonus, so richtig schlecht ist? Ich habe da so einige, die mir aber größtenteils in meinen frühen Zocker-Jahren untergekommen sind. Denn selbstverständlich ist nicht jedes Spiel genial, nur weil es der guten alten Zeit entstammt. Nein, es gibt eine Menge Gurken. Und meine allergrößte Gurke ist zweifellos das Amiga-Spiel Quantox.

Ich habe es seinerzeit in einem Einkaufszentrum in einem Foto-Fachgeschäft(!), das auch Amiga-Hard- und Software führte, für vermutlich 5 oder 10 DM erworben. Ich glaube, ich besitze es nur, weil ich zu der Zeit mal wieder ein neues Spiel wollte und wohl gerade nichts Besseres aufzutreiben war. Die Box-Art, die weitgehend diesem Titelbildschirm entsprach, sah ja auch in gewisser Weise interessant aus, wenn man sich für SciFi begeistern kann. Also habe ich es mal mitgenommen. Vor dem Spiele-Kauf Testberichte lesen oder anderweitig Infos über ein Spiel einholen? Nie gehört. War ohne Internet aber ja auch gar nicht so leicht, schon gar nicht bei Budget-Titeln.

Da sitzt man also vor seinem Bildschirm, den Joystick in der Hand, betrachtet das Titelbild, denkt sich “Sieht ja schon mal gar nicht so schlecht aus” und drückt den Feuerknopf, um in ein Spiel versetzt zu werden, das mit dem Titelbild in keinster Weise irgendetwas zu tun hat. Es handelt sich um ein nicht-scrollendes Shoot’em Up. Man sitzt in einem kleinen, runden Schiff, das als Waffe weiße Pixel in eine von acht möglichen Richtungen schießt. Von den Seiten kommen dann nacheinander grüppchenweise Gegner ins Bild geflogen, die man einmal mit einem Schuss treffen und anschließend rammen muss. Gelegentlich kann man Power-Ups aufschnappen, die temporär irgendwelche Fähigkeiten verbessern. Und wenn man nach einigen Levels genug Kohle gesammelt hat, kommt man in einen Shop, der von einem Cyborg betrieben wird, der fast aussieht wie 2-1B. Dort kann man sich dann weitere Upgrades kaufen.

Alles in allem ist dieses Spiel ziemlich unspektakulär und wäre, ohne den C64 schlecht reden zu wollen, sicher auch problemlos auf dieser Hardware möglich gewesen. Hätte ich dafür mehr als 10 DM ausgegeben, hätte ich mich sicher im nachhinein verflucht. Aber da das Spiel inzwischen schon 20 Jahre alt ist, ist der Trash-Faktor auch nicht zu verachten. Außerdem hat es laut Box nur 32 Levels. Vielleicht spiele ich es doch noch mal durch, wenn mir extrem langweilig ist?

RetroSound - Rätsel 5

Ich habe schon eine Weile kein Sound-Rätsel mehr gebracht, es wird mal wieder Zeit. Auf geht’s:

Das sollte eigentlich nicht schwer zu erraten sein. Für den Bonuspunkt lasse ich hier auch die Level-Nummer des Levels gelten, in dem das Stück läuft, da ich nicht weiß, ob es überhaupt einen Titel hat.

Update:

Schaedel hat schon wieder die richtige Lösung! Es handelt sich hier um Super Mario Land auf dem Game Boy. Die Musik läuft im Reich Tschai, sowohl in World 4-1 als auch in 4-2. Schaedel bekommt einen Punkt und rückt damit auf Platz 1 in der Rangliste, Glückwunsch! Für das Spiel habe ich vor 18 Jahren übrigens 48,75 DM bezahlt. Das waren noch Preise für neue Vollpreisspiele…

Rangliste:

Schaedel - 2 Punkte
Heiko - 2 Punkte
Ramuh - 2 Punkte
grobi - 1 Punkt

Klare Nicht-Kaufempfehlung

Ihr wollt einen Competition Pro-Joystick mit USB-Anschluss in schwarz/rot oder blau/silber? Nehme ich auch jederzeit gern! Aber nicht zu den Preisen:

Retro-Spektive 2008 - der Rückblick

Wie angekündigt war ich auch dieses Jahr auf der Retro-Spektive zu Besuch. Und es hat sich wieder mal gelohnt! An vielen der ausgestellten, teils antiken, teils modernen Konsolen und Heimcomputer konnte man selbst zocken. Weiter unten präsentiere ich die Fotos, die ich diesmal geschossen habe. Die Konsolen und Computer, die letztes Jahr schon vertreten waren, habe ich diesmal (mit Ausnahmen) weggelassen.

Direkt am Eingang stand der Pong-Automat vom letzten Jahr, allerdings ausgeschlachtet und mit Luftballons geschmückt. Zum Zocken weniger geeignet, aber so konnte man von draußen gleich erkennen, was drinnen los ist. Hinter der Eingangstür konnte man wieder jede Menge 8- und 16-Bit-Module für Sega- und Nintendo-Konsolen im Tausch gegen Euros erwerben. Da waren eine Menge Perlen dabei, leider zum größten Teil ohne Originalverpackung und Anleitung, was zumindest für mich aber zum Gebrauchtspiele-Kauf immer dazu gehört.

Weiter drinnen war dann wieder alles mit Konsolen und Computern vollgestellt. Ich bin erst mal in den 16-Bit-Raum, wie man ihn eigentlich nennen könnte, gegangen. Dort stand u.a. ein Super Nintendo im Verkaufsdisplay vom letzten Jahr, auf der Konsole lief diesmal aber Super Mario World. Da konnte ich nicht widerstehen und hab’s einfach mal eben durchgespielt (was wahrscheinlich unter 10 Minuten gedauert hat, denn der vorige Spieler war schon bis zu den Donut Plains gekommen). Daneben habe ich zum ersten Mal eine PC Engine/Turbografx begutachten können. Dragon Spirit, das darauf lief, kann man übrigens auch für die Virtual Console der Wii runterladen. Dann bin ich zu einem Amiga 500 gegangen, auf dem International Karate + lief und habe getestet, bis zu welchem Gürtel ich es heute wohl schaffen würde. Ein anderer Besucher hat sich dann zu mir gesetzt und wir haben zu zweit gezockt. Er fragte mich dann, ob mir an der Steuerung irgendwas auffallen würde, was ich verneinte. Er wies mich dann darauf hin, dass unsere Joysticks gerade an einem Prototyp eines RForce-Geräts hingen, was mir gar nicht aufgefallen war. Das ist ein Gerät mit RF-Sender an den Joysticks und RF-Empfänger am Computer zum quasi kabellosen Zocken für Commodore-, Amiga- und Atari-Computer (mehr Infos unter www.joca-tech.de). Wenn irgendeine Latenz vorhanden war, habe ich sie jedenfalls nicht bemerkt.

Daneben lag doch tatsächlich ein waschechter Minimig zur allgemeinen Betrachtung aus. Das ist ein in Hardware emulierter Amiga 500 mit PS/2-Anschlüssen für Maus und Tastatur, mit Klinkenstecker-Anschluss für Kopfhörer oder Lautsprecher, mit zwei Anschlüssen für Amiga-Mäuse und -Joysticks, einer 9poligen seriellen Schnittstelle, einem VGA-Anschluss für PC-Monitore und einem Slot für MMC-/SD-Karten, auf dem die ADF-Dateien abgelegt werden. Ich spiele mit dem Gedanken, mir selbst mal so ein Teil zuzulegen. Aber vielleicht warte ich noch ein paar Hardware-Revisionen ab.

In der Ecke des 16-Bit-Raums stand ein Neo Geo CD, auf dem Double Dragon lief. Gegenüber war ein Kleinod von Mr. Atari angeschlossen: ein Motorrad-Controller von Atari, der ein paar Motorrad-Spiele eingebaut hatte. Durch Drehen des rechten Griffs konnte man Gas geben. Warum ist dieses Teil eigentlich von Motorrad-Rennspiele-Herstellern nie wieder aufgegriffen worden? Auf dem gleichen Tisch waren haufenweise Spiele, Konsolen und Zubehör aus dem Atari Shop bzw. dem Retro-Gameshop aufgereiht, die auch wieder käuflich erwerbbar waren, u.a. das panzerfaustartige Nintendo Scope.

Mein persönliches Highlight im großen Raum daneben war wieder das Vectrex. Ich glaube, eine derart ruckelfreie Vektor-Grafik hat es seitdem nicht mehr gegeben, was daran liegt, dass hier die CPU direkt die eingebaute Bildröhre ansteuert. Hätte das Vectrex um ein Vielfaches mehr an Rechenleistung, dann wären die aktuellen Geometry Wars-Spiele eigentlich wie geschaffen für diese Konsole.

Ein weiterer Raum, weitere Geräte: es gab ein Commodore CDTV zu bestaunen und ein Amiga CD32, neu dabei war auch ein Atari Jaguar mit Tempest 2000 und ein Philips CD-i mit Defender of the Crown. Außerdem Nintendos bis heute totgeschwiegener, größter Flop: der Virtual Boy. Und in der Ecke des Raums gab es jede Menge gebrauchte Konsolenspiele zu kaufen. Ich hätte mir fast Pikmin für den GameCube gekauft, habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Vielleicht ein andermal.

Ansonsten gab es noch neuere Konsolen wie die PS1, die PS2, ein Nintendo 64, ein Sega Saturn, ein Sega Dreamcast, eine X-Box, ein GameCube und eine X-Box 360, an der u.a. Rock Band gespielt wurde. Aber außer Wave Race 64 auf dem N64 hat mich das alles nicht so interessiert, war alles viel zu neu (oder ich habs selbst zu Hause stehen). Teufelszeug.

Um das hier zu einem Abschluss zu bringen: ich hoffe doch sehr, dass die Retro-Spektive nächstes Jahr wieder am Start ist. Ich wäre auf jeden Fall dabei!

RetroSound - Rätsel 4

Bevor ich zur Retro-Spektive-Berichterstattung komme, schiebe ich auf Wunsch eines Einzelnen mal wieder ein RetroSound-Rätsel ein.

Damit ich in der allgemeinen Sommerhitze eure Köpfe nicht noch zusätzlich zum Rauchen bringe, ist das heutige Rätsel ziemlich leicht. Na, wer hat’s als erster raus?

Update:

Die richtige Lösung lautet “The Great Bath” aus Turrican II. Heiko hat beides als erster erraten und damit gewonnen! Ich habe das Stück auch aus aktuellem Anlass gewählt. Bei der Hitze, die hier bis vor kurzem noch herrschte, wäre dieses “Great Bath” genau das Richtige gewesen. Allerdings ohne die Quallen, Tauch-Walker und Roboter-Fische!

Rangliste:

Heiko - 2 Punkte
Ramuh - 2 Punkte
Schaedel - 1 Punkt
grobi - 1 Punkt

Retro-Spektive 2008

Retro-SpektiveGestern erreichte mich eine frohe Nachricht: dieses Jahr findet die Retro-Spektive wieder statt! Und zwar am 26. und 27. Juli von 09:00-19:00 am gleichen Ort wie letztes Jahr, auf halber Strecke zwischen Bremen und Osnabrück. Alle, die davon noch nicht gehört haben, sollten hier mal nachlesen, was in dieser Retro-Computing-Ausstellung hier im Norden zu sehen ist.

Ich war auf der ersten Veranstaltung letztes Jahr und kann nur jedem empfehlen, dort mal vorbei zu schauen. Eine Menge Fotos habe ich geschossen, die ihr euch hier und hier reinziehen könnt. Ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein. Und diesmal werde ich auch genug Geld dabei haben, um mich mit Second-Hand-Videospielen der 8-/16-Bit-Ära einzudecken, sofern ich was Schönes finde.

Gerade eben habe ich übrigens ein Video der Retro-Spektive 2007 entdeckt, unterlegt mit schönem Retro-Sound, das einen Überblick über die Ausstellung gibt: Es gibt jetzt ein Teaser-Video zu sehen, schaut es euch mal an:

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Wii SNES RetroPort - ein Erfahrungsbericht

Wii SNES RetroPort - frisch aus dem BriefkastenEs wurde mal wieder Zeit für neue Hardware. Nachdem ich vor einiger Zeit schon den Super SmartJoy-Adapter getestet habe, mit dem man ein Super Nintendo-Gamepad per USB an einen PC anschließen kann, bin ich kürzlich über den Wii SNES RetroPort gestolpert - einem Adapter, mit dem man SNES-Gamepads in die Wii (oder den GameCube) stöpseln kann, für ein authentischeres Spielgefühl beim Zocken von Virtual Console-Titeln.

Das Teil kann man direkt beim Hersteller für 19 US$, Versand nicht mit eingerechnet, bestellen. Da aber der €-$-Wechselkurs zur Zeit ja ziemlich günstig ist, zahlt man für alles nicht viel mehr als 20 €. Und es lohnt sich wirklich! Ich habe den Adapter direkt mit Super Castlevania IV auf der Virtual Console getestet. Er funktioniert anstandslos, weder der SNES- noch der GameCube-Stecker wackelt. So habe ich Super Castlevania IV dann auch direkt mal durchgespielt. Man kann also SNES-Spiele zocken, als ob man vor einem echten Super Nintendo sitzen würde. Ein weiterer Vorteil: da man den Classic Controller, der ja an die Wiimote angeschlossen wird, nicht verwenden muss, braucht man auch keine Batterien. Wenn man sowieso mehr VC-Spiele als richtige Wii-Spiele spielt, kann man daher mit der Zeit eine Menge Geld sparen.

Ich hatte überlegt, ob ich mir vom Hersteller auch direkt einen NES-Gamepad-Adapter für Wii kaufen soll, habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Das macht vielleicht Sinn, wenn man ausschließlich NES-, TurboGrafx-, C64-, Master System- oder Mega Drive-Spiele, die nur 2 Tasten benötigen, zocken will. Beim Rest sieht man dann aber alt aus. Der SNES RetroPort deckt hingegen alles ab, was keinen Analog-Stick benötigt.

Jetzt bin ich bestens gerüstet für den Release von Super Turrican 2 und Super Mario RPG: Legend of the Seven Stars, die offenbar irgendwann in den nächsten Monaten erscheinen sollen…

RetroSound - Rätsel 3

Heute haben wir hier einen Track eines Spiels, das ich erst kürzlich mal wieder durchgezockt habe. Viel Glück beim Erraten:

Wenn ich sehe, wie schnell ihr die letzten beiden Rätsel gelöst habt, werdet ihr hier sicher auch nicht lange brauchen.

Update:

Die richtige Lösung lautet Super Castlevania IV für Super Nintendo. Schaedel hat es als erster herausgefunden. Der Track heißt, soweit mir bekannt ist, Dungeon 2. 1 Punkt für Schaedel!

Rangliste:

Ramuh - 2 Punkte
Schaedel - 1 Punkt
grobi - 1 Punkt

RetroSound - Rätsel 2

Wollen wir mal sehen, wer das heutige Rätsel als erster errät. Ich habe das Genre und die Plattform gewechselt, das Spiel ist aber auch nicht unbekannt. Viel Glück:

Für dieses Rätsel gibt es übrigens zwei unterschiedliche Lösungen, die ich beide gelten lasse!

Update:

grobi ist auf die richtige Lösung gekommen! Es handelt sich um Lotus III: The Ultimate Challenge. Der Titel des Tracks lautet cd4-spaceninja, es ist der vierte Track, den man im ingame-CD-Spieler auswählen kann. Genau dieses Stück lief auch in der spielbaren Demo von Zool: Ninja of the Nth Dimension, was ich daher auch hätte gelten lassen. In der Vollversion hingegen taucht es nicht mehr auf.

Rangliste:

Ramuh - 2 Punkte
grobi - 1 Punkt

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