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RetroZocker

Klare Nicht-Kaufempfehlung

Ihr wollt einen Competition Pro-Joystick mit USB-Anschluss in schwarz/rot oder blau/silber? Nehme ich auch jederzeit gern! Aber nicht zu den Preisen:

Turrican has left the building

Die Gegner-Galerie aus Super Turrican für VCAlle Welt spielt GTA4. Ich spiele Secret of Mana! Und immer mal wieder ein Spiel für die Virtual Console.

Dass ich das noch erleben darf. Völlig unverhofft ist vor einigen Wochen Super Turrican, gefolgt von Mega Turrican für die Virtual Console erschienen. Und als ob das nicht schon Grund genug zur Freude wäre: bei beiden wird quasi Bonusmaterial mitgeliefert!

Habe ich mich früher schon beklagt, dass VC-Spiele den Nachteil haben, dass die mitgelieferten Spiel-Anleitungen aus nicht viel mehr als einer Erläuterung der Tastenbelegung bestehen, gibt es in den Anleitungen von Super und Mega Turrican jetzt eine Gegner-Galerie! Dort sind die grafisch eindrucksvollsten Gegner in einer netten Collage in doppelter Bildschirmhöhe zusammengeklatscht worden. Das ist mit den teilweise liebevoll aufgemachten Anleitungen der Original-Spiele nicht zu vergleichen, aber doch eine schöne Abwechslung vom Einheitsbrei.

Aber der wahre Knüller kommt ja erst noch! Auf den Fotos links seht ihr die Gegner-Galerie von Super Turrican. Turrican-Kennern wird auffallen, dass dort Gegner zu sehen sind, die in ST nirgends auftauchen! Die Rede ist z.B. von dem grünen Kopf links oben, dem riesigen Mode 7-Gesicht links unten und diesem roten Typen mit den vier Armen rechts unten. Beim ersten Betrachten dachte ich mir “das sind vielleicht Gegner aus Mega Turrican, Factor 5 hat wahrscheinlich in beide VC-Turricans die gleiche Gegner-Galerie eingebaut”. Aber weit gefehlt, die Gegner-Galerie in Mega Turrican sieht völlig anders aus und enthält auch nur bekannte MT/T3-Gegner. Also woher kommen diese zusätzlichen Monster?

Eine mögliche Antwort habe ich ein paar Tage später im Netz aufgetan. Laut vc-reviews.com geht das Gerücht, dass diese Viecher aus einer früheren Version des Spiels stammen. Nintendo soll aber von Factor 5 verlangt haben, das Spiel auf eine kleinstmögliche SNES-Cartridge zu quetschen, wodurch diverser Inhalt des Spiels weggekürzt werden musste. Und es sei wohl nicht unmöglich, dass das komplette Spiel als “Super Turrican - Director’s Cut” für die Virtual Console veröffentlicht werden könne.

Schaut man auf der Homepage von Factor 5 nach, bekommt man dieses Gerücht sogar teilweise bestätigt! Dort kann man nachlesen, dass ST auf einer 4 MBit-Cartridge ausgeliefert werden sollte, nachdem es schon als 6 MBit-Titel fertiggestellt war. Dadurch mussten nicht nur einige Grafiken entfernt werden, sondern auch ein kompletter Level und eine Zusatzfähigkeit der Beam-Waffe. Aber irgendwo, auf einer vergessenen Diskette, könne wohl noch der “Super Turrican - Director’s Cut” existieren. Leider kein Wort davon, dass der Release des Director’s Cut geplant oder auch nur angedacht ist. Man kann also nur das beste hoffen.

Nintendo-Sterne in Wii-Punkte umwandeln

Wii Points Card ShopNintendo hat es lange vorher angekündigt, ohne einen konkreten Start-Termin zu nennen. Seit gestern ist es nun soweit: im Zuge des Umbaus von nintendo.de wurde der Wii Points Card Shop eröffnet, in dem man relativ nutzlose Nintendo-Sterne in wertvolle Wii Points umwandeln kann.

Nintendo-Sterne erhält man, indem man sich auf nintendo.de zum Nintendo-Clubmitglied macht und jedes neu erworbene Spiel dort registriert. Ich sage nutzlose Nintendo-Sterne, weil man sie bisher nur in meist recht grenzwertige Prämien umtauschen konnte. Für Wii-Punkte kann man sich hingegen viele gute Spiele-Klassiker für die Virtual Console kaufen.

Trotzdem, es gilt mal wieder der olle Spruch, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Es fängt damit an, dass man bisher durch einen täglichen Besuch auf nintendo.de schon 5 Sterne abgreifen konnte, nur durch das Laden der Startseite. Dadurch kam mit der Zeit eine ganz schöne Menge an Sternen zusammen. Diese Möglichkeit wurde ersatzlos gestrichen. Was dazu führt, dass immer eine “ungerade” Restanzahl an Sternen auf dem Konto bleiben wird, die man nicht los wird und die dann auch noch irgendwann verfällt. Nintendo hat in seinen neuen Nutzungsbedingungen, die man im vergangenen Sommer absegnen musste, festgelegt, dass nicht verbrauchte Sterne nach, ich glaube, 6 Monaten verfallen. Große Klasse.

Es wird dem Nintendo-Zocker auch schwerer gemacht, viele Sterne anzusammeln. Zwar gibt es für die Registrierung von Hardware nach wie vor 500 Sterne, aber während es bisher für jedes Spiel 250 Sterne gab, ist das jetzt quasi in Tarifgruppen aufgeteilt worden: hat ein Spiel (laut unverbindlicher Preisempfehlung) bis zu 29 € gekostet, gibts dafür nur noch 100 Sterne. Hat es zwischen 29 und 49 € gekostet, gibts dafür 200 Sterne und bei mehr als 49 € die bisherigen 250 Sterne. Einzige positive Neuerung: zum Geburtstag gibts auch Sterne. Bin mal gespannt, wieviele das wohl sein werden. In ein paar Tagen werde ich das wissen, dann habe ich nämlich Geburtstag.

Hat man es in den Wii Points Card Shop geschafft, bekommt man den Wechselkurs Sterne -> Punkte zu Gesicht: für 400 Sterne gibts 100 Punkte, für 1200 Sterne 300 Punkte, für 2000 Sterne 500 Punkte und für 4000 Sterne 1000 Punkte. Also 4:1. Ich hatte immer auf einen 1:1-Kurs gehofft, aber das war wohl naiv. Immerhin kann ich die Sterne noch für drei bis vier gute Spiele auf den Kopf hauen.

Es ist ja schön, dass man jetzt endlich die Möglichkeit des Umtauschs in Wii-Punkte hat. Aber irgendwie bleibt ein schaler Nachgeschmack. Man hat das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden, man kommt sich wie ein Payback-Punkte-Sammler vor. Die paar Sterne, die man sich jetzt noch verdient, sind kaum noch was wert. Es bleibt zu hoffen, dass Nintendo sich noch ein paar weitere Möglichkeiten einfallen lässt, an Sterne zu kommen.

Ein Interview mit meinem Helden

Alexey PajitnovDas hier ist Alexey Pajitnov. Die Älteren von euch werden sich erinnern: der Mann hat Tetris erfunden, eines der größten Suchtspiele der Videospiele-Geschichte.

Golem.de hat ihn auf dem Nottingham Gamecity 2007 Festival getroffen und interviewt. Er erzählt von der turbulenten Geschichte von Tetris, wie Konzerne sich um die Rechte am Spiel gestritten haben, Nintendo am Ende damit Millionen verdiente und er selbst zunächst keinen Pfennig davon gesehen hat (erst Jahre später bekam er Tantiemen). Sehr lesenswert, das Interview, auch deshalb, weil der Alexey ein sympathischer Typ ist. Es gab sogar mal eine Fernseh-Dokumentation über dieses Thema, die jemand in Google Video eingestellt hatte, leider kann ich das Video dort nicht mehr finden. Schaut es euch an, falls ihr mal darüber stolpern solltet.

Warum ich Herrn Pajitnov als meinen Helden bezeichne? Weil er durch Tetris weltberühmt wurde, weil er, wenn auch etwas verspätet, sicher nicht schlecht daran verdient hat, aber trotz allem ein bescheidener Mensch geblieben ist. Und vor allem, weil er ein Spiel kreiert hat, mit dem tausende Menschen viele Stunden ihres Lebens verbracht haben und viel Freude hatten. Und noch heute haben.

Und da auch ich noch heute viel Freude an Tetris habe, besitze ich selbstverständlich Tetris DS, das ich auch gelegentlich online zocke. Falls mal jemand Lust auf ein Ründchen gegen mich hat, hier mein Freundescode: 7074 7606 9210.

Was man am schwarzen Brett so findet…

Meine neue Amiga 500-Ausrüstung Da sitzt man abends nichts-ahnend vor dem Rechner und liest Spieleblogs, als die Freundin plötzlich meint “am Schwarzen Brett von bremen.de verkauft jemand einen Amiga 500“. Das ließ mich natürlich hellhörig werden, vor allem, da die Ausstattung nicht zu verachten war und das Gesamtpaket zum Schnäppchenpreis angeboten wurde.

Kurz gesagt: ich bin jetzt im Besitz eines brandneuen Amigas in ziemlich gutem Zustand, wenn man sein Alter bedenkt. Und es ist alles dabei, was man sich zum Zocken nur wünschen kann: 1 MB RAM, ein Dauerfeuer-Joystick, ein externes 3,5″-Disk-Laufwerk, ein ordentlicher Monitor, eine funktionierende Maus, eine A590-Festplatte mit gigantischen 20 MB Kapazität und drei Diskettenboxen voll mit… äh… Disketten. Jetzt werdet ihr sagen “aber der hat doch schon einen Amiga, was will der mit noch einem?!”. Schon richtig, allerdings funktionierten bei meiner alten Amiga-Hardware einige Teile schon nicht mehr, z.B. die linke Maustaste, die Festplatte oder die Batterie der batteriegepufferten Uhr. So hatte ich jetzt also die Gelegenheit, die jeweils besseren Teile beider Ausrüstungen zusammenzufügen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto. Obwohl er keinen Dauerfeuer-Schalter hat, habe ich natürlich zuerst meinen alten Original-Competition Pro angeschlossen sowie die neue Maus, mein altes Disk-Laufwerk und den neuen Monitor. Die Festplatten waren beide unbenutzbar, aber seitdem ich das Gehäuse meiner alten A590 komplett auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt habe, läuft die Platte seltsamerweise wieder.

Dass die Platte wieder läuft, ist ein echter Glücksfall: jetzt kann ich nämlich mein zusammengefrickeltes Datenübertragungskabel (USB auf der PC-Seite, seriell 9polig auf der anderen Seite, gekoppelt mit einem Adapter für seriell 9polig auf 25polig, gekoppelt mit seriell 25polig an dem Adapter und auf der anderen Seite am Amiga) nutzen, um ADF-Images vom PC auf den Amiga und von dort auf Disketten oder, andersrum, von Amiga-Disketten als ADF-Images auf den PC zu kopieren. Auf Amiga-Seite benutze ich dazu ein Terminal-Programm, das in der Lage ist, Binär-Daten zu übertragen; auf PC-Seite das DOS (!)-Terminal-Programm der Wahl “Terminate 5.00” in einem Shell-Fenster unter Windows Vista (!!) über einen emulierten (!!!) COM-Port. Unglaublich, funktioniert aber trotzdem.

Außerdem habe ich mir noch bei eBay einen A520-TV-Modulator besorgt, mit dem ich den Amiga an unseren Fernseher anschließen kann und dabei nicht auf ein Farbbild verzichten muss. Das Teil ist gestern angekommen und ich habe ihn direkt mal mit Turrican getestet. Das war ein wunderbares Retro-Erlebnis, kann ich euch sagen. Ich habs gespielt und gespielt… und durchgespielt. Im Anschluss habe ich noch alle vier Flipper-Tische von Pinball Dreams bearbeitet, auch das kommt am großen TV-Bildschirm richtig gut.

Und als nächstes kommt Turrican II dran… pass auf, Machine, Bren McGuire ist wieder da…

Eilmeldung! BTTR ist wieder online!

Back 2 the RootsFred Feuerstein würde dazu wohl nur “Jabbadabbaduuuh!” sagen: Back 2 the Roots ist endlich wieder vollständig online! Die bekannte Amiga-Seite war seit über 2 Jahren nicht mehr zu erreichen, aus unbekannten Gründen, da die Betreiber sich nirgends dazu geäußert hatten. Einzig der FTP-Server war in Teilen noch da. Und von heute auf morgen ist BTTR nun plötzlich wieder verfügbar, als wäre es nie weg gewesen. Selbst in den Site News steht noch eine Neuigkeit, an die ich mich dunkel erinnern kann, sie vor zwei Jahren schon mal gelesen zu haben.

Für die unter euch, die BTTR nicht kennen sollten und die auf Amiga-Emulation stehen: schaut euch die Seite unbedingt an. Schon beim Betreten der Seite öffnet sich ein Popup, das das BTTR mod of the month abspielt (ihr braucht dafür das MODPlug-Plugin). Was ihr dann vorfindet, ist gewaltig: hunderte von legal herunterladbaren Amiga-Spielen auf Disketten- oder Festplatten-Images, dazu passende Savedisks, CD-Images von CDTV- und Amiga CD32-Spielen, eine Liste mit Infos über tausende Amiga-Spiele, eine Datenbank der Spiele-Macher, Links zu Emulatoren und Tools, Infos zur Amiga-Hardware, Musik, diverse Mod-Radios, ECS- und AGA-Demos, Screenshots von Spielen, Scans von Spiele-Verpackungen, und und und.

Leider stelle ich jetzt gerade erst fest, dass scheinbar nur die Seiten selbst wieder online sind. Fast der gesamte oben beschriebene Inhalt fehlt! Da hat wohl jemand ein Backup zurückkopiert. Ich hoffe einfach mal, dass der Rest auch wieder hochgeladen werden wird, sonst ist das Ganze natürlich witzlos. Ich werde jedenfalls regelmäßig nach dem Rechten sehen und euch berichten, wenn es da was Neues gibt.

Update 03.10.2007: Wie ich gerade höre, ist der komplette Datenbestand von BTTR jetzt wieder online (und diesmal habe ich es vor dem Schreiben dieser Zeilen auch selbst überprüft). Die Seite ist jetzt wieder auf dem “aktuellen” Stand von vor zwei Jahren, demnächst soll aber alles von dem jetzigen Server mit einer randvollen 160 GB-Festplatte auf einen Terabyte-Server umziehen. So haben die Macher wieder genug Platz für Updates, mit denen es wohl gegen Ende des Jahres losgehen soll. Geilomat!

30 Jahre Zocker-Geschichte

Spielkonsolen + HeimcomputerEine Veranstaltung der ganz besonderen Art findet nächstes Wochenende hier bei uns im Norden statt: die Retro-Spektive, südlich von Oldenburg in einem gemütlichen Gasthof an der A1 gelegen, eine Ausstellung von Spielekonsolen und Heimcomputern von 1978 bis heute. Es wird ein Pong-Automat aufgestellt, Space Invaders, Arcade-Maschinen, 8-, 16- und 32-Bit-Konsolen und mit vielen Geräten (wenn nicht mit allen davon) wird man sogar spielen können.

Nun kramt man nicht alle diese Schätzchen mal eben aus seinem Keller. Damit diese Ausstellung ermöglicht werden konnte, haben sich mehrere Gruppierungen zusammengetan: The Legacy, eine große deutsche Spieledatenbank; Der Gameshop, ein Videospiele-Laden aus Cloppenburg; der Classic Computing e.V., ein Verein aus dem Raum Stuttgart, der sich dem Erhalt klassischer Computersysteme widmet; Mr. Atari, ein Holländer, der wohl eine der größten Atari-Sammlungen weltweit sein Eigen nennen kann; der Retrogames e.V., ein Karlsruher Verein, der die deutsche Videospiele-Kultur bewahren will; das Oldenburger Computermuseum, eine Privatsammlung, die Geräte von 1975 bis 1995 umfasst sowie Kultpower, die ASM- und PowerPlay-Fansite, die auch Scans von Titelseiten anderer alter Spiele-Magazine und alten Testberichten im Internet zur Verfügung stellt. All die Zocker, die hier zusammenkommen, stellen hier eine Ausstellung mit spielbarer Hardware, Software und alten Magazinen zum Durchblättern auf die Beine. Das klingt wirklich sehr lecker, und da diese Ausstellung nicht allzu weit von meiner Heimatbasis entfernt ist, werde ich wahrscheinlich einen Abstecher dorthin machen, falls nichts mehr dazwischen kommt. In diesem Fall folgt dann hier demnächst ein Erlebnisbericht.

Das Ganze findet am 17. und 18. August von 10:00 - 19:00 statt, der Eintritt ist frei. Und ganz in der Nähe findet zudem noch der Stoppelmarkt in Vechta statt, einer der größten deutschen Jahrmärkte. Da lohnt sich die Anreise doch gleich doppelt, würde ich sagen!

Commodore ist (schon wieder) da

Website Commodore Gaming: 3 Stunden vor dem StartEs ist mal wieder soweit: die Marke Commodore hat einen neuen Abnehmer gefunden. Diesmal hat die Sache aber nichts mit dem Amiga oder dem C64 zu tun, nein, sondern mit ordinären Spiele-PCs. “Commodore Gaming” nennt sich die britische Firma, die ursprünglich ein Spiele-Publisher werden sollte und jetzt auf der CeBIT seinen ersten Auftritt als Gaming-PC-Hersteller haben wird.

Die Kisten werden in 4 Geschmacksrichtungen namens Cg, Cgs, Cgx und Cgxx erscheinen. Cg ist dabei eher als Einsteiger-Maschine gedacht, während Cgxx den Super-Extrem-Rechenknecht darstellt mit 4 GB RAM, 2 Geforce 8800GTX-Grafikkarten und dem Intel Core Extreme QX6700, dem 4-Kern-Prozessor.

Naja, aber Spiele-PCs sind nun wirklich nichts Neues. Wie will man sich hier von der Konkurrenz abheben, um die Marke Commodore nicht schon wieder gegen die Wand zu fahren? Die Antwort: mit bunten Bildern. Commodore Gaming hat Lizenzen zur Verwendung von Artwork aus mehreren aktuellen PC-Spielen eingekauft, die sie auf eine Art Klebefolien transferieren, die dann großflächig auf die PCs geklebt werden. Dabei soll das Ganze durchaus einen stabilen Eindruck machen.

Die bisher gezeigten Beispiele sind meiner Meinung nach allerdings allesamt hässlich, obwohl das Space Invaders-/Commodore-Logo-Motiv noch einen gewissen Retro-Charme versprüht. Am interessantesten ist aber noch die Tatsache, dass man später eigene Motive an den Webshop schicken können soll, mit denen der Wunsch-PC dann gestaltet wird. Man stelle sich vor: ein riesiger Turrican, der die Seite meines PCs ziert. Normalerweise habe ich für PC-Modding absolut nichts übrig, aber dieser Gedanke könnte mich durchaus reizen. Das Ganze kombiniert mit einem WinUAE, in dem Turrican II läuft…

Aber warten wir erst mal ab, wie die Spielekisten bei der breiten Masse ankommen. Hoffen wir, dass es Commodore Gaming in einem Jahr immer noch gibt. Ich bin nämlich sehr angetan von dem Gedanken, dass mein nächster PC ein Turrican-PC sein könnte.

(via Golem.de)

Jetzt gibts auf die Ohren

Commodore Amiga Retro SoundsDer Amiga hatte seinerzeit nicht nur viel bessere Grafik als der PC, sondern auch weit überlegenen Sound. Was beim C64 der SID-Chip, war beim Amiga zum Teil der Paula-Chip, der für Sound-Erzeugung zuständig war. Da Speicherplatz knapp bemessen war, programmierte man den Chip direkt, bestimmte Klänge auszugeben. Irgendwann kamen auf dem Amiga dann die Tracker auf, mit denen man MOD-Dateien erzeugen konnte, die, ebenfalls sehr wenig Speicherplatz benötigend und auch nach Synthesizern klingend, in vielen Spielen zum Einsatz kamen. Und nicht nur in Spielen, sondern auch in Demos und Cracktros. Welche Töne man dem Paula-Chip entlocken konnte, hört man sehr schön auf www.modcast.de.

Der Betreiber von “Commodore Amiga Retro Sounds” hat sich die Mühe gemacht, haufenweise MOD-Dateien ins mp3-Format umzuwandeln. Ein installiertes Flash-Plugin vorausgesetzt, kann man sich die Sounds direkt im Browser anhören und in alten Zeiten schwelgen. Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit. Wem es besser gefällt, der kann sich die Musik als Podcast auf seinen iPod holen oder mit Software wie Amarok oder Winamp abspielen. Als dritte Möglichkeit kann man dem Ganzen als Web-Radio-Stream auf dem Rechner lauschen.

Unter vielen unbekannten Stücken, die selbst der Webmaster nicht mehr zuordnen kann, sind aber auch einige Perlen. So kann man sich z.B. die Titelmusik von Lotus Turbo Challenge 2 oder Lotus III oder Musiken der Bitmap Brothers oder von Allister Brimble anhören oder oder oder. Und (fast) täglich kommt neue Musik dazu. Meine Empfehlung für die tägliche Dosis Retro-Musik!

Mein persönlicher Favorit ist z.Z. Episode: 012 - Echoing / World of Wonders. Ich kenne das wahrscheinlich aus irgend einem Cracktro, aber aus welchem, das will mir einfach nicht einfallen. Das macht mich noch wahnsinnig. Hat irgendwer eine Idee?

Shooter-Orgie

Gradius CollectionFreunde von Horizontal-Shootern haben es vielleicht schon mitgekriegt: Konami hat Gradius, Gradius 2, Gradius III, Gradius IV, Gradius V und das bei uns bisher nicht veröffentlichte Gradius Gaiden in der Gradius Collection für PSP wiederveröffentlicht. Diese Spielesammlung ist wirklich ein Fest, bringt sie doch einige der besten Vertreter seines Genres auf einer UMD zusammen.

Und dabei hat Konami sich noch einmal richtig Mühe gegeben. Wenn man den Screenshots glauben darf, kann man die Titel wahlweise in ihrer Original-Auflösung in einem Fensterchen spielen oder aber in einem Modus, der das Geschehen im PSP-Breitbild darstellt, ohne das Bild zu verzerren. Außerdem kann man sich die Soundtracks der Spiele separat anhören und eine Gradius-Galerie gibt es auch noch.

Was natürlich nach wie vor vorhanden ist, ist der heftige Schwierigkeitsgrad, den man ja immer schon von Gradius gewöhnt war. Ein einziger Treffer durch einen Gegner reicht, damit man sofort ein Leben sowie sämtliche Waffen-Upgrades verliert und den Level entweder wieder am Anfang oder in der Mitte beginnt. Trotzdem spielt man immer weiter, weil Gradius einfach zu abwechslungsreich ist, man möchte doch den nächsten Endgegner noch in Aktion sehen.

Leider gibt es die Gradius Collection nur für PSP. Schade, ich hätte mir wirklich eine Version für Nintendo DS oder wenigstens den Game Boy Advance gewünscht, da ich keine PSP besitze und auch nicht plane, mir eine zu kaufen. Würde ich aber planen, mir eine zu kaufen, wäre diese Collection schon mal ein Kaufgrund.

(via Golem.de)

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