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19.05.2012

Category: gezockt

22.09.2007

Retro-Spektiven-Rückblick, Teil 2

by blumentopferde — Categories: gesehen, gezockt5 Comments

So, hier kommt jetzt der versprochene zweite Teil meines Retro-Spektiven-Rückblicks. Die wahren Highlights kommen ja erst noch!

Nach der CBS Colecovision traf ich auf ein G7000 Videopac. Mit dem Spiel, das darauf lief, bin ich aber nicht so recht klargekommen. War wohl selbst für mich ein bisschen zu steinzeitlich. Weiter ging’s mit einem breiten Tisch voll mit gebrauchter Nintendo-, Sega- und Sony-Hardware und dazu passenden Spielen. Alles kaufbar zu attraktiven Preisen. Es war wahrscheinlich wirklich besser, dass ich kein Geld dabei hatte. Als nächstes stieß ich auf ein NES, an das eine “Family Fun Fitness”-Matte angeschlossen war. So neu scheint die Wii Fit-Idee von Nintendo also wohl nicht zu sein. Daneben stand ein weiteres NES, auf dem Super Mario Bros. lief. Die Gelegenheit wollte ich nutzen und so habe ich es mal eben im Schnelldurchlauf durchgespielt.

Daneben stand ein Super Nintendo in einem dieser originalen Verkaufsstände aus den Kaufhäusern, in denen die Konsole und die Controller immer eingeschlossen waren. Dort spielte ein Vater mit seinem Sohn Street Fighter II. Er hatte seinen Sohn an die Konsole gelockt mit den Worten “Das ist wie Tekken”. Klar, woher sollen die Kinder dieser Tage auch SFII kennen? Ich glaube, ich werde langsam wirklich alt. In dem Zusammenhang fällt mir noch ein weiteres Kind ein, das zu seinem Vater “Guck mal, Bomberman!” sagte, woraufhin der Vater meinte “Neinnein, das ist Pac-Man!”.

Als nächstes setzte ich mich zum ersten Mal an ein Vectrex. Die analoge Darstellung von Vektorgrafiken war damals für eine Spielekonsole einzigartig und so schlecht sah das auch gar nicht aus. Beim Spiel “Star Ship” hatte ich nach einigen Runden den Dreh raus und gar nicht mal so wenige feindliche Schiffe abgeschossen. Dann setzte ich mich ans Vectrex daneben, auf dem Asteroids lief. Da war ich aber ziemlich schlecht.

Dann erreichte ich quasi den 16bit-Raum, der voller Ataris, Amigas und Competition Pro-Joysticks stand. An einem der Amigas spielte ein Junge Lotus 2. Dass sich heute Kinder angesichts ultra-realistischer 3D-Grafiken überhaupt noch für derart alte Spiele erwärmen können, finde ich schon bemerkenswert. Es bestärkt mich aber auch nur in der Auffassung, dass Fotorealismus in Spielen überhaupt nicht erstrebenswert ist, wenn der allgemeine Spielspaß dafür auf der Strecke bleibt.

Danach fand ich noch ein spielbares Amiga CD32, Nintendo 64 und Dreamcast vor. X-Box, PS2 und GameCube waren auch noch aufgebaut, aber für eine Retro-Ausstellung war mir diese Konsolen-Generation doch etwas zu neu. Auch die Videospiele-Zeitschriftensammlung von kultpower.de habe ich gesehen. Ich wollte noch ein Foto einer quirligen “Mädchen-Seite” in einem der Magazine machen, aber als ich mit meiner Kamera wieder zu den Zeitschriften kam, waren die schon wieder eingepackt. Sehr schade. Aber damit hatte ich dann auch die komplette Ausstellung gesehen.

Erwähnt werden sollte außerdem noch, dass die Ausstellung in der aktuellen Retro auf Seite 5 erwähnt wird, zu beziehen in der Bahnhofsbuchhandlung eures Vertrauens oder per Abonnement. Und jetzt wünsche ich euch noch viel Spaß bei meinen restlichen Fotos! Und ein Tipp noch: wenn bei euch bei den Fotos die Beschriftung abgeschnitten wird, drückt F11, um euren Browser in den Vollbild-Modus zu versetzen (zumindest bei Firefox, Opera und IE). (weiterlesen …)

4.09.2007

Retro-Spektiven-Rückblick, Teil 1

by blumentopferde — Categories: gesehen, gezockt6 Comments

Ein paar Tage (haha) ist die Retro-Spektive jetzt schon her. Ich bin bisher nicht dazu gekommen, meinen “Bericht” zu schreiben, weil ich so viele Fotos gemacht habe, die ich natürlich alle hier unterbringen will, ich aber im Moment recht wenig Zeit dazu habe. Daher präsentiere ich euch hier und jetzt einfach den ersten Teil meines Rückblicks auf die Retro-Spektive. Der Rest folgt hoffentlich bald.

Direkt am Eingang ging es los mit haufenweise alten Nintendo-, Sega- und Playstation-Spielen, die man gebraucht kaufen konnte. Ich hatte zwar kein Bargeld dabei, aber diese Nintendo-Modul-Sammlung habe ich mir trotzdem mal angesehen. Na, vielleicht war es ganz gut, dass ich kein Geld dabei hatte. Auch die dazugehörigen Konsolen konnte man kaufen nebst Eingabegeräten, Action Replay- und Game Genie-Modulen. Und hier habe ich mein erstes Sega Master System der ersten Generation gesehen. Ich muss sagen, das Teil ist ein ähnliches Design-Verbrechen wie der japanische Famicom. Ist aber ja eigentlich auch egal, es kommt schließlich auf die Spiele an und die anderen Konsolen dieser Ära waren ja auch nicht viel hübscher.

Nach dem Gebraucht-Spiele-Stand kam direkt ein Pong-Automat. Da ich noch nie einen aus der Nähe gesehen hatte, bin ich erst mal hin und wollte den linken Balken bewegen. Der Logik eines Joysticks folgend dachte ich mir also, wenn ich den Balken nach oben bewegen will, werde ich das Bedienelement wohl nach oben ziehen oder drücken müssen. Gedacht, getan… und schon hatte ich das Teil in der Hand. Ups! Erst da wurde mir klar, dass das Drehregler sind. Der Besitzer des Automaten war zum Glück in der Nähe und er war auch nicht erbost über meine Sachbeschädigung. Wir befestigten das Plastikteil wieder (es war nur abgefallen) und spielten dann eine Runde gegeneinander, die ich auch direkt 15:2 gewann. Nicht schlecht für das erste Spiel an einem richtigen Pong-Automaten.

Es folgten eine Menge Kleinode wie Konsolen aus den 70ern oder Heimcomputern, von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Sehr lustig war auch die Verpackung der SABA Videoplay, auf der zwei Menschen einen Pac Man-Klon spielen und die untertitelt ist mit “Der Fernsehspiele-Computer”. In einer anderen Ecke standen ein Monza GP-Automat, der aber leider nicht in Betrieb war und ein Automat, auf dem ein Spiel lief, das große Ähnlichkeit mit Pang hatte. Ich hätte auch gern mal damit gespielt, aber das Teil war die ganze Zeit von einem kleinen Mädchen und wechselnden Mitspielern besetzt, so dass ich nicht zum Zuge kam. Danach ist mir zum ersten Mal ein Atari VCS 2600 und ein CBS Colecovision begegnet und damit das erste Donkey Kong außerhalb einer Nintendo-Konsole.

So, dieses war der erste Streich, und der zweite folgt zwar nicht sogleich, aber bald. Schaut euch am besten bis dahin erst mal die Fotos an.

Master System, Mega Drive, Playstation, Nintendo 64Ein Pong-Automat. Nach der Reparatur des Spieler 1-Drehreglers (Sorry!) habe ich aber auch gleich in einer Partie gegen den Besitzer 15:2 gewonnen.Die Odyssey-Konsole aus den 70ernEin Commodore PET und ein Tandy TRS-80 RadioShack von 1977 mit RadioShack Quick PrinterEin Apple ][ von 1977Ein Interton Electronic VC 4000 und ein SABA Videoplay von 1976Monza GP-Automat, war leider nicht in BetriebEine kleine Zockerin und ein großer Zocker an einem Automaten ähnlich dem Amiga-Spiel “Pang”Eine Zockerin an einem Atari VCS 2600Ein CBS Colecovision von 1982 mit Donkey Kong in “High Resolution”

17.06.2007

NextGen im Hause RetroZocker

by blumentopferde — Categories: Virtual Console, Wii17 Comments

R-Type III: The Third Lightning auf der Virtual Console meiner neuen Nintendo-ErrungenschaftEndlich ist es soweit. Ich bin nun doch noch, weit eher als geplant, an meine Wii gekommen. Es war auch nicht einfach, dazu waren schwierige Verhandlungen mit meiner Freundin vonnöten. Am Ende habe ich dann zugestimmt, meine Seele zu verkaufen. Egal, dafür habe ich Nintendos neustes Schmuckstück jetzt vor unserem Fernseher stehen.

Vielleicht fragt ihr euch “Was will der denn mit einer neuen Konsole?”. Die Antwort ist, dass es mir hauptsächlich um die Virtual Console geht, ganz klar. Trotzdem ist auch an mir Wii Sports mit seiner Wiimote-Steuerung nicht vorübergegangen, aber dazu später mehr. Zuallererst habe ich mich also mit einem Classic Controller und Wii-Punkten eingedeckt, um mir einen Haufen Virtual Console-Titel leisten zu können. Bei dem aktuellen Angebot, das mittlerweile schon 100 Spiele umfasst, ist mir die Wahl gar nicht so leicht gefallen. Bekannterweise stehen Spiele für NES, TurboGrafx (einer 8/16bit-Konsole, die nie in Deutschland erschienen ist), Super Nintendo, Mega Drive und Nintendo 64 zur Verfügung. Nach langem Abwägen habe ich mich nun also für folgende Titel entschieden:

Super Mario Bros.
Das Mario-Spiel, mit dem der Klempner seinen Durchbruch hatte. Prinzessin Toadstool aus dem Pilz-Königreich wurde von Bowser entführt und alle Einwohner in Pilze verwandelt. Zeit für Mario, Ärsche zu treten, Goombas zu plätten und die Prinzessin zu retten. Spielt sich schnell und schnörkellos wie immer. Klar, das Spiel wird ja auch 1:1 emuliert. Sehr schön hier (wie bei jedem NES-Spiel für Virtual Console) ist die Tatsache, dass man den Classic Controller nicht unbedingt braucht. Man nimmt einfach die Wiimote, dreht sie um 90° und hat plötzlich einen NES-Controller in der Hand. Was mir aber sowohl hier als auch in der NES Classics-Version von SMB für Game Boy Advance aufgefallen ist: wenn man es einmal durchgespielt hat, kann man es in einer schwierigeren Fassung noch mal durchspielen. So weit so bekannt, aber selbst wenn man das Spiel zurücksetzt oder die Konsole abschaltet und das Spiel später wieder startet, bleibt das Spiel im schwierigeren Modus. Es gibt scheinbar keine Möglichkeit, in die leichte Fassung zurückzukehren, was ich schade finde.

Mario Kart 64
Die Fortsetzung des Überraschungs-Hits für Super Nintendo. Mit schnieker 3D-Grafik, 4-Spieler-Modi, noch besseren Items und einem Battle Mode, der genauso viel Laune macht wie bei Super Mario Kart (das ich mir übrigens, sollte es jemals für Virtual Console erscheinen, quasi sofort ziehen werde). Mario Kart 64 für VC war mein erster Anwendungsfall für den Classic Controller. Die Steuerung ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man die Steuerung per N64-Controller noch intus hat, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit klappt das sehr gut. Bin gespannt, wie lange ich diesmal brauchen werde, um den Abspann zu sehen zu kriegen.

Punch-Out!!
Vor ein paar Wochen erst, als die Wii hier noch nicht Thema war, bin ich bei GameWorld hier um die Ecke gewesen, habe da zufällig Super Punch-Out!! für Super Nintendo gesehen (die kaufen und verkaufen da auch gebrauchte Spiele) und für sehr geringes Geld im fast neuen Zustand gekauft. Ich kannte es noch aus alten Testberichten von anno 1994 und auch den NES-Vorgänger hatte ich schon mal gespielt. Nun habe ich eine Wii und es gibt das Original für die Virtual Console! Also habe ich zugegriffen. Eine Investition, die sich gelohnt hat, denn ich wusste bis dahin gar nicht, dass es eine Spezial-Attacke gibt, die auf dem Start-Button liegt (für Uneingeweihte: man kauft sich im Wii-Shop-Kanal nicht nur die nackten Virtual Console-ROMs, auch Kurzfassungen der Spielanleitungen stehen dem Spieler dann zur Verfügung). Vielleicht habe ich ja jetzt mal die Chance, jeden Gegner K.O. auf die Matte zu prügeln.

Bomberman ’93
Mein erstes TurboGrafx-Spiel ever, wenn auch nur virtuell. Unter den TurboGrafx-VC-Titeln sind eine Menge Shooter, die vielversprechend aussehen, leider kenne ich (noch) keinen einzigen davon. Mit Bomberman hingegen kann man eigentlich nur selten was falsch machen und eine Nintendo-Konsole ohne ein Bomberman ist auch irgendwie traurig, also habe ich hier zugeschlagen. Prinzipiell spielt sich Bomberman ’93 so wie Super Bomberman, die Items sind fast identisch. Da das TurboGrafx offenbar eine Konsole war, dessen Controller ebenso wie der des NES zwei Aktions-Buttons und zwei weitere Tasten hatte, hat man hier also die Wahl, mit jedem möglichen Controller für Wii zu spielen. So habe ich also zuerst mit der reinen Wiimote gespielt. Hier treten aber überraschenderweise Schwächen auf: die Taste zum Bombenlegen reagiert nicht immer und wenn man schon Bomben mit Fernzünder hat, explodieren die grundsätzlich rechtzeitig, bevor man in Deckung gehen konnte. Spielt man das Spiel aber mit dem Classic Controller, hat man diese Probleme gar nicht. Sehr seltsam, aber damit kann ich leben. Das Spiel an sich bietet das übliche Bomberman-Gameplay, aber die Endbosse scheinen ziemlich hart zu sein. Den ersten habe ich jedenfalls noch nicht geknackt. Aber ich arbeite dran.

The Legend of Zelda: A Link to the Past
Seltsame Dinge gehen vor im Schloss von Hyrule. Seit Agahnim, ein neuer Hof-Zauberer, im Lande ist, lebt der König zurückgezogen, außerdem sind sechs Mädchen verschwunden. Und Prinzessin Zelda soll die nächste sein. Eines Nachts empfängt Link einen telepathischen Hilferuf von ihr, in dem sie ihm mitteilt, dass sie von Agahnim gefangen genommen und in den Kerker des Schlosses gesperrt wurde. So macht er sich auf den Weg, sie zu befreien und gerät dabei immer tiefer in eine dunkle Verschwörung… aaah, ich liebe dieses Spiel. Allein dieser Titel war damals schon Grund genug, ein Super Nintendo zu kaufen. Und auch heute ist dieses Spiel noch genauso spielbar wie vor 15 Jahren, in punkto Atmosphäre steht es einem Ocarina of Time in nichts nach. Uneingeschränkte Kaufempfehlung! In diesem Fall ist es allerdings schade, dass die VC-Titel-Spielanleitungen so rudimentär ausfallen. Die Original-Anleitung war sehr liebevoll aufgemacht, inklusive der Schöpfungsgeschichte des Hylianischen Reiches und jeder Menge Artwork. Es wäre vielleicht keine schlechte Idee gewesen, die Original-Anleitungen im PDF-Format o.ä. mitzuliefern. Naja, man kann nicht alles haben.

R-Type III
R-Type III: The Third Lightning für Super Nintendo war der erste R-Type-Titel, der nicht auf einem Spielhallenautomaten basierte, was es den Programmierern erlaubte, die Fähigkeiten des SNES voll auszureizen, und hat daher damals in den Spielezeitschriften gute Wertungen erhalten. Soweit ich weiß, ist dieses Spiel nie in Deutschland erschienen (ich kann mich auch irren). Auf diesen Titel war ich schon immer heiß, und da ich sowieso auf Shooter stehe, war hier meine Gelegenheit, zuzugreifen. Es lohnt sich wirklich, man bekommt hier allerhand fürs Auge geboten. Die Fähigkeit, die Waffe des Schiffs vor dem Schuss aufzuladen, wurde hier derart verstärkt, dass der Schuss hinterher fast 1/4 der Bildschirmhöhe einnimmt, was so ziemlich jeden Gegner, der das Pech hat, in der Schusslinie zu sein, unverzüglich ins Nirvana befördert. Geblieben ist aber der Schwierigkeitsgrad. Tja, mesdames et messieurs, der Kampf gegen das Bydo Empire ist kein Kindergeburtstag! Üben, üben, üben ist hier angesagt. Bislang bin ich selbst nur bis zum zweiten Endgegner gekommen.

F-Zero
Auch das Spiel, das damals eindrucksvoll den Mode 7-Effekt präsentiert hat, ist für die Virtual Console zu haben und befindet sich jetzt auf meinem internen Wii-Speicher. Wir befinden uns im 26. Jahrhundert, den Menschen wird langweilig und so kommt irgendwer auf die Idee, das antike Formel 1-Rennen auf ein zeitgemäßes Level zu bringen. Mit hoch über dem Boden schwebenden Rennstrecken (und daher tödlichen Abgründen ringsum), schwebenden Gleitern, die locker über 400 km/h erreichen, Sprungschanzen, Beschleunigungsstreifen und verminten Strecken-Abschnitten. Bis dahin hatte damals niemand ein schnelleres Rennspiel erlebt. Das einzige, was schmerzlich vermisst wurde, war ein 2-Spieler-Modus. Aber auch so hat das Spiel für Laune gesorgt auf der Jagd nach neuen Bestzeiten. Auf der Satellaview-Erweiterung fürs SNES gab es später noch ein F-Zero 2 mit neuen Gleitern und neuen Strecken. Ich frage mich, ob das auch noch seinen Weg in die Virtual Console finden wird.

Lylat Wars
Die Fortsetzung zu Starwing bzw. Star Fox auf dem Super Nintendo (das ich für die Virtual Console auch noch vermisse), ursprünglich veröffentlicht auf dem Nintendo 64. Andross ist wieder da, um das Lylat-System zu unterwerfen. Die Armee hat gegen ihn mal wieder keine Chance, aber es gibt da ja zum Glück noch das Star Fox Team, das Andross schon einmal besiegt hat und nun wieder herbeigerufen wird, um den Tag zu retten. Hier wurde im Prinzip Starwing genommen und an allen Enden verbessert. Vernünftige 3D-Grafik, mehrere alternative Routen durchs Lylat-System, manche Levels finden nicht im Gleiter, sondern in einem Panzer oder einem U-Boot statt, Endgegner kann man nicht nur von vorne, sondern von allen Seiten angreifen, und es gibt einen Battle Mode für bis zu vier Spieler. Schade ist nur, dass es keine Rumble-Effekte gibt, da der Classic-Controller dafür nicht ausgelegt ist. Damit verpasst man wirklich was, denn ich kann mich erinnern, dass im letzten Level damit u.a. ein Herzschlag simuliert wurde, was der Atmosphäre in dem Moment sehr zuträglich war.

Ich denke doch, dass diese Virtual Console-Spiele fürs Erste reichen sollten, obwohl ich schon einige andere ausgemacht habe, die ich mir früher oder später zulegen werde. Als Inhaber eines Club Nintendo-Accounts auf nintendo.de bin ich noch im Besitz von 6640 Sternen, die man ja irgendwann in Wii-Punkte umtauschen können soll. Ich hoffe, dieser Zeitpunkt kommt bald, denn angenommen, der “Wechselkurs” würde bei 1:1 liegen, könnte ich mir beispielsweise den Gegenwert von 6 N64-Spielen und einem TurboGrafx-Spiel runterladen. Oder 8 SNES-/Mega Drive-Spiele. Oder 11 TurboGrafx-Spiele. Oder 13 NES-Spiele. Zumindest gibts für gekaufte VC-Spiele schon mal Sterne bzw. wird es welche geben. Wenn man in der Übersicht nachschaut, steht da z.B. nur “Danke, dass du ‘Super Mario Bros.’ Bald stehen dir deine Sterne zur Verfügung.” Aha, danke.

Zu Wii Sports wollte ich ja auch noch was schreiben! Die Regeln der Sportarten sind teilweise vereinfacht, was aber nicht wirklich stört. Beim Tennis, Baseball, Golf, Bowling und Boxen hat man auch mit der Wiimote-Steuerung schon genug zu tun. Dadurch gerät man leicht ins Schwitzen, fast so, als wenn man die entsprechenden Sportarten gerade wirklich ausübt. Und auch ich stelle fest, dass Nintendos Plan aufgeht, weil die Wii durch ihr Bedienkonzept eine Konsole ist, die Leute zum Zocken vor einem Fernseher versammeln kann, von denen man das vorher nie und nimmer erwartet hätte. Mein erster Gast war meine Freundin, die erst sporadisch, dann regelmäßig zugeguckt hat, was ich da treibe, und die dann auch mal eine Wiimote in die Hand genommen hat (“Willste nicht mal mitspielen?” “Na gut.”). An manchen der Wii Sports-Spiele hat sie dann auch wirklich Gefallen gefunden, am ersten Tag war sie sogar in allem außer Tennis besser als ich. Gestern abend hatte ich dann zwei Leute zu Besuch: ein Weiblein, knapp unter 20, mit sehr wenig Spiele-Erfahrung (zumindest nehme ich das an). Und ein Männlein, Ende 20, spielt ansonsten ausschließlich Sensible Soccer mit mir auf einem Amiga-Emulator. Beide hatten anfangs ihre Probleme mit der Steuerung, aber wie unschwer zu erkennen war, hatten beide eine Menge Spaß damit. Wir wollen das Ganze sogar irgendwann mal wiederholen. Wirklich unglaublich, sowas habe ich noch mit keiner anderen Konsole bei Nicht-Gamern erlebt. Gestern erhielt ich außerdem noch einen Anruf, eine Einladung zu einer Geburtstagsparty nächsten Freitag. Und ob ich nicht mal meine Wii mitbringen wolle. Tja, nächstes Wochenende wird also die Partytauglichkeit der Wii getestet.

So, liebe Leser, ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Retro-Fähigkeiten der Wii geben und euch auf den Geschmack bringen. Für mich hat sich der Kauf jedenfalls jetzt schon gelohnt. Und ich erwarte allersehnlichst Mega Turrican vom Mega Drive für die Virtual Console, denn als typischer Nintendo-Liebhaber-und-Sega-Hasser in den 90ern habe ich nie ein Mega Drive besessen, wodurch Mega Turrican der einzige wichtige Turrican-Titel bleibt, der mir noch fehlt. Und damit entlasse ich euch in die Nacht.

3.06.2007

Retro Game Boy

by blumentopferde — Categories: Game Boy, gezockt13 Comments

GBA SP und ein NES-Controller im VergleichWie wohl bekannt sein dürfte, bin ich ein Freund völlig veralteter Spiele-Konsolen. Desweiteren hat mich der Game Boy vom ersten Tag an in seinen Bann gezogen. So ist es nur der nächste logische Schritt bzw. eine unvermeidbare Tatsache, dass ich mir irgendwann einen Game Boy Advance SP in der Classic NES Edition würde kaufen müssen.

Das ist kürzlich passiert. Die Classic NES Edition gibt es zwar schon lange nicht mehr im Handel, aber ich bin neulich über mehrere entsprechende eBay-Auktionen gestolpert und nun verfüge ich also über einen GBA SP im NES-Look. Ganz nebenbei habe ich dadurch auch noch meine Game Boy-Sammlung vervollständigt: vom ersten 89er Game Boy bis zum Game Boy micro besitze ich jetzt ein Gerät jeder Generation, quasi einen Game Boy für jede Lebenslage. Krank, ich weiß. Aber so kann ich immerhin jederzeit jemanden zu Game Boy-Matches über Link-Kabel einladen. Theoretisch zumindest. Wenn denn mal jemand dazu Lust hätte…

Auf der Abbildung kann man sehr schön erkennen, dass dieser GBA SP dem NES-Controller nachempfunden wurde. Das gibt auf jeden Fall Pluspunkte für Retro-Design. Passend zu diesem Gerät hat Nintendo 2004 die “NES Classics”-Reihe für Game Boy Advance veröffentlicht: unveränderte und teils längst vergessene NES-Spiele, die nur an die veränderten Bildschirm-Proportionen angepasst wurden. Aus dieser Reihe besitze ich “Super Mario Bros.” und “The Legend of Zelda“, die man natürlich erst auf dem GBA SP Classic NES Edition stilecht zocken kann. Außerdem ein sehr großer Pluspunkt: der GBA SP ist der letzte voll abwärtskompatible Game Boy, der aber schon Hintergrundbeleuchtung mitbringt. So kann man sich auch eine entspannte Runde Super Mario Land geben, man muss sich nicht mehr unter einer Halogen-Lampe verrenken, damit man überhaupt was erkennt. Stichwort Hintergrundbeleuchtung: es ist zwar schön, dass der GBA SP endlich eine hat, aber technisch gesehen (und verglichen mit der des Nintendo DS lite und des Game Boy micro) ist sie ein Witz. Sie ist ziemlich dunkel, verfälscht die Farben leicht (was wahrscheinlich der Grund für den Beleuchtungs-Ein/Aus-Schalter ist) und wenn man von so weit schräg oben wie möglich in das Display hineinschaut, wird man von der Beleuchtung, die ganz stark am unteren Bildschirmrand ins Display hineinleuchtet, fast geblendet. Sehr eigenartig. Aber in allen späteren Geräten hat Nintendo das Display inkl. Beleuchtung ja immer weiter verbessert. Sehr großer Minuspunkt: es gibt keinen Kopfhöreranschluss. Wenn man Kopfhörer anschließen will, muss man sich einen Adapter für den EXT.2-Anschluss kaufen. Das wäre bestimmt nicht nötig gewesen.

Fazit: geiles Gerät, wenn auch mit Macken. Wenn ihr einen GBA wollt und noch alte GB- oder GBC-Spiele habt oder wenn ihr Multiplayer-Modi nutzen wollt, holt euch diesen GBA SP hier, der meiner Meinung nach mehr hermacht als ein SP in Mario-rot, Zelda-gold oder allen anderen Farben. Ansonsten seid ihr aber mit einem Game Boy micro oder gleich einem Nintendo DS besser beraten.

20.04.2007

Portabler Turrican

by blumentopferde — Categories: emuliert, gezockt, Nintendo DS7 Comments

Super Turrican, emuliert auf Nintendo DS mit SnezziDSEin portabler Turrican? Das ist nichts Neues, sagt ihr, schließlich gab es schon vor Jahren Turrican auf dem Ur-Game Boy? Da habt ihr natürlich recht, bloß war jene Turrican 1-Kopie ziemlich grottig (sie war ja auch nicht von Factor 5). Wenn schon Turrican auf einer portablen Konsole, dann gibt es eine bessere Möglichkeit: Super Turrican auf dem Nintendo DS.

Besitzt man die richtige Zusatzhardware, kann man bekanntlich allerlei Homebrew-Software auf dem DS zum Laufen kriegen, angefangen von PDAmäßiger Software über Freeware-Spiele bis hin zu einem kompletten Linux. Das Thema, das mich aber natürlich am meisten reizt, sind die Emulatoren, die es für DS gibt. Nun war ich neulich für ein paar Tage wegen einer Grippe ans Bett gefesselt, da hat man viel Zeit zum Ausprobieren. Ich wollte also mal sehen, wie der Stand der Super Nintendo-Emulator-Entwicklung für DS ist.

So habe ich mir die aktuelle Version von SnezziDS gezogen. Als Testobjekt fungierte Super Turrican. Dann den Emulator mit dem Super Turrican-ROM verbunden, das Ganze auf meine MicroSD-Karte kopiert, die MicroSD-Karte in meinen M3 Lite-Adapter geschoben, den M3-Adapter in den GBA-Slot gesteckt, die Passcard in den NDS-Schacht geschoben, Gerät eingeschaltet, “Super Turrican (E) [!].srm.nds” ausgewählt… schwarzer Bildschirm… und eine Sekunde später dann die ersten Töne und Bilder des Vorspanns. Unglaublich.

Wie man auf dem Foto erkennen kann, konnte ich Super Turrican nicht nur starten, ich konnte es sogar spielen. Um zu testen, wie weit ich es spielen kann, hab ich es dann auch gleich bis zum Abspann durchgespielt. Es gibt noch Grafikprobleme, wie fehlende Farbverläufe im Hintergrund oder dass die Grafik-Layer nicht in der richtigen Reihenfolge angezeigt werden, wodurch z.B. die Energieleisten im Hintergrund landen oder Hintergründe im Vordergrund. Gegen letzteres Problem gibt es aber eine Tastenkombo, mit der man die Reihenfolgen durchschalten kann, bis es passt. Das Ergebnis kann sich zumindest für Super Turrican wirklich sehen lassen. Die geniale Musik von Hülsbeck wird ebenfalls anstandslos wiedergegeben.

Also, wenn ihr einen Turrican zum Mitnehmen wollt, dann wartet nicht, bis, wer auch immer gerade die Rechte an Turrican besitzt, diesen Franchise wiederentdeckt. Besorgt euch Flash-Hardware für euren DS und Abfahrt. Randnotiz an die Vier Fäuste gegen Ryu, Aulbath und sonstige Street Fighter-Fans: auch Super Street Fighter II läuft recht gut, auf der höchsten Geschwindigkeits-Einstellung ist es allerdings ziemlich knifflig, die Special Moves hinzukriegen.

Und bevor ichs vergesse: schaut noch schnell, soll heißen, bis Sonntag bei gamequickie vorbei und packt euer persönliches Lieblingsspiel in den Spielekoffer!

21.12.2006

Das Kind kommt

by blumentopferde — Categories: Amiga, gezockt, Super Nintendo9 Comments

“Zocken. Muss zocken. Jetzt!”

Das ging mir neulich durch den Kopf. Aber wie kam es dazu? Fangen wir mal ganz von vorne an.

Seit Mitte März hat sich Nachwuchs angekündigt: meine Freundin war schwanger (und nicht nur meine, wie sich herausgestellt hat). Im Laufe der Zeit kam dann immer mehr Arbeit auf mich zu. Die Ankunft so eines Kindes muss ja schließlich gut vorbereitet werden: Möbel für Kinderzimmer finden, kaufen und zusammenbauen, Babyklamotten besorgen, Fläschchen, Windeln, Waschlappen, Kinderwagen und was nicht noch alles. Da bleibt fürs Zocken natürlich wenig bis gar keine Zeit. Gar nicht so einfach, wenn man es gewöhnt ist, sich täglich für eine Weile bei Unterhaltungssoftware-Produkten zu entspannen. Und so kam es dann zu einem Spiele-Heißhunger und oben zitiertem Gedankengang.

Also habe ich mir gedacht: noch drei Wochen bis zum Geburtstermin. Noch drei unverplante Wochenenden, an denen ich einige meiner besten Software-Perlen durchzocken will. Und zwar auf Original-Hardware, auf einer kuscheligen Decke vorm Fernseher, statt im Emulator. Noch mal richtig das alte Super Nintendo-Feeling der frühen 90er einfangen, bevor ich als Vater vielleicht gar keine Zeit mehr zum Zocken haben werde. So sah mein Plan aus:

Soweit der Plan. Hier die Umsetzung:

Wochenende 1

Zelda: Link hat das Triforce errungenVersuche insgesamt: 004. Grumpf.
Zusammen mit Link bin ich durch Hyrule gereist, habe die antiken Bauwerke von Monstern und Dämonen befreit. Agahnim, der alte Sack, hat Zelda dann in die Schattenwelt verbannt, gerade, als ich sie befreien wollte. Also bin ich ihr durch die Schattenwelt nachgejagt. Schlussendlich bin ich dann auf Ganon gestoßen, der gerade Hyrule mit seiner Armee der Untoten und Monster überrennen wollte. Ich habe kurzen Prozess mit ihm gemacht und anschließend das Triforce in meinen (bzw. Links) Händen gehalten. Ich bin der legendäre Held.

Trotzdem scheine ich irgendwie nachzulassen: am Ende des Spiels gibts immer eine kleine Statistik, wieviele Versuche man für welchen Bereich im Spiel gebraucht hat, null ist dabei das bestmögliche. Wenn man also nirgendwo stirbt, sich nicht von einer Fee wiederbeleben lässt und auch das Spiel nicht beendet, ist es möglich, auf insgesamt 0 Versuche zu kommen. Diesmal hats leider nur für 4 Versuche gereicht. Man wird halt älter.

Wochenende 2

Super Metroid: knapp der Explosion von Zebes entkommenThe operation was completed successfully. Clear time: 04:35See you next mission - Your rate for collecting items is 91%
Auf der Suche nach dem aus der Forschungsstation entführten Metroid-Baby bin ich zusammen mit Samus Aran einmal mehr auf Zebes gelandet. Kraid und Ridley waren auch wieder da, aber jetzt bestehen sie nur noch aus Staub. Selbst Mother Brain ist wieder aufgetaucht, diesmal sogar mit vollständigem Körper, der zudem äußerst widerstandsfähig ist, und ziemlich mächtigen Waffen. Geballten Salven konzentrierter Metroid-Energie hat sie dann allerdings auch nichts mehr entgegenzusetzen. Nach ihrem Ableben folgt die Selbstzerstörung der Basis, die diesmal aber gleich den gesamten Planeten mitreißt. Ich kann gerade noch entkommen, und im Glauben, endlich alle Metroid-Organismen vernichtet zu haben, verschwinde ich in den Weiten des Alls.

Auch hier gibt es am Ende zwei Statistiken: die Zeit, die man von Anfang bis Ende gebraucht hat, und die Menge Items, die man gefunden hat als Prozentsatz vom Gesamten. Tja, auch hier war ich schon mal besser, sprich: eine ganze Stunde schneller mit ein paar Prozent mehr Items. Aber was solls. Ich hatte einen Mords-Spaß dabei, auf Zebes Ärsche zu treten.

Wochenende 3

Für das dritte Wochenende war die komplette Turrican-Serie geplant. Klingt erst mal unmöglich, ist aber gut zu schaffen, da man für keinen Teil mehr als ein, zwei Stunden braucht, wenn man den richtigen Weg durch die Labyrinthe kennt. Was bei mir durchaus der Fall ist. Ich habe also mit Turrican angefangen, in Welt 1 und 2 eine Menge Roboter zu Klump geschossen. Ich war gerade so richtig in Fahrt und hatte mich schon auf Welt 3 gefreut… nur leider war der WinUAE hier nicht in der Lage, die nächste Welt zu laden. Keine Ahnung, obs nun an der Emulator-Version lag oder an meinem Disk-Image. Jedenfalls musste ich aufhören und bin bisher auch nicht mehr dazu gekommen, meine Turrican-Odyssee fortzusetzen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Die Zeit danach

Es war schon toll, immerhin zwei meiner persönlichen All-time-classics noch einmal durchgespielt zu haben, in Hyrule und Zebes zu versinken und die Außenwelt für eine Weile zu vergessen. Wie ein kleiner Urlaub von der Realität, richtig erholsam. Aber nun hatte mich die Realität wieder: der berechnete Geburtstermin war da. Nichts. Auch die nächsten Tage: nichts. Dann das nächste Wochenende: erst Vorwehen, dann richtige Wehen. Und dann am Samstag abend, am 09.12.: unsere kleine Tochter kam zur Welt. Das niedlichste Geschöpf, das man sich nur vorstellen kann. Von jetzt an wird nichts mehr so sein, wie es mal war.

Selina - unser Töchterchen

10.09.2006

Super SmartJoy – ein Erfahrungsbericht

by blumentopferde — Categories: gezockt, Super Nintendo2 Comments

Super SmartJoy mit asciiPadEs gibt Neues zu vermelden an der Eingabegeräte-für-Emulatoren-Front. Inspiriert durch Aulbath habe ich mir bei Lik Sang einen Super SmartJoy-Adapter gekauft. Wie auf dem Foto zu sehen, habe ich an den Adapter mein altgedientes asciiPad von Asciiware angeschlossen, um Dauerfeuer nutzen zu können.

Das Gerät ist solide verarbeitet, der Pad-Stecker sitzt im Adapter-Anschluss, ohne zu wackeln. Steckt man den USB-Stecker in den Rechner, wird das Pad inkl. aller 8 Buttons korrekt und problemlos erkannt, sowohl unter Linux, als auch unter Windows. Soweit alles klar.

Als nächstes wird ZSNES gestartet. Nachdem die Button-Konfiguration an das neue Pad angepasst wurde, kanns losgehen. Erster Test mit Super Street Fighter II: Die Special Moves gehen perfekt von der Hand. Zweiter Test mit Super Mario World (der noch andauert und abgeschlossen sein wird, wenn ich das Spiel mal wieder durchgespielt haben werde): perfekte Mario-Kontrolle.

Fazit: mit dem Super SmartJoy und einem passenden Emulator klappt die Steuerung jedes beliebigen Super Nintendo-Spiels noch ein Stückchen besser. Damit wird die emulierte SNES-Erfahrung wieder ein bisschen authentischer. Das einzige, was jetzt noch fehlt für die perfekte Emulation, wäre wohl ein PC in einem SNES-Gehäuse…

22.08.2006

Warum das PC ProPad 6 das beste Gamepad der Welt ist

by blumentopferde — Categories: gezockt, Nostalgie allgemein5 Comments

InterAct PC ProPad 6Heute möchte ich euch, der werten Retro-Leserschaft, erläutern, warum das InterAct PC ProPad 6 das beste Computer- und Videospiele-Eingabegerät ist, das die Welt je gesehen hat.

Man schaue sich nur die Form des Pads an. Die erinnert uns woran? Richtig, an einen Super Nintendo-Controller. Vier Tasten, rautenförmig angeordnet, auf der rechten Seite; ein digitales Steuerkreuz auf der linken Seite; eine linke und eine rechte Schultertaste. Zusätzlich noch Dauerfeuer-Schieberegler wie beim legendären Ascii-Pad oder anderen Third-Party-Controllern.

Dieses Gamepad ist deswegen so genial, weil es einfach sehr gut in der Hand liegt und man (fast) alles damit spielen kann. Die frühen Ego-Shooter konnte man schon damit zocken, bevor in diesem Genre die Maussteuerung salonfähig wurde. Aber hauptsächlich – und das ist der eigentliche Grund für diesen Beitrag – kann man alle möglichen Emulatoren damit bedienen. Zunächst natürlich erst mal ZSNES und SNES9x. Hat man dort die Tastenbelegung wie beim Original eingestellt, fällt es einem während des Spielens kaum auf, dass man gar kein Original-Pad benutzt. Es funktioniert sogar so gut, dass man glatt eine zünftige Street Fighter II-Schlacht übers Internet schlagen kann. Ferner bieten sich natürlich noch NES- und Game Boy-Emulatoren an, da bei den entsprechenden Geräten die Tasten ja ganz ähnlich angeordnet sind.

Kurz gesagt, die Tatsache, dass man mit diesem Pad einen Haufen Emulatoren optimal bedienen kann, macht es selbstverständlich zum allerbesten Gamepad der Welt. Ist doch klar. Leider gibt es dieses Teil seit einigen Jahren nicht mehr im Handel. Es ist so alt, dass es noch mit einem Gameport-Anschluss daherkommt. Zum Glück gibt es Gameport -> USB-Adapter, mit denen man alte Zocker-Hardware auch heute noch verwenden kann. Den Göttern sei Dank. Und ich hoffe, dass dieses Ding noch viele Jahre durchzockte SNES-Klassiker durchhält. Ich bin da aber zuversichtlich, da das Teil ziemlich robust ist. Trotzdem, eine Neuauflage mit USB-Anschluss wäre wirklich wünschenswert.

22.07.2006

Bowser ist zurück in der Stadt

by blumentopferde — Categories: gezockt, Nintendo DSLeave a comment

New Super Mario Bros.Super Mario. Jeder kennt ihn. Er lief schon durchs Schwammerl-Land, als wir noch zur Grundschule gingen. Nach 20 Jahren seiner Abenteuer ist er zum Inbegriff des Jump’n'Run-Genres geworden. Irgendwann ist er dann auf 3D umgestiegen, was uns wirklich gute Software beschert hat… aber irgendwie war klar, dass die klassischen Jump’n'Run-Zeiten vorbei sind.

Denkste. Mario ist wieder da, in 2D. Und besser denn je. Die Vorgeschichte wird diesmal im Vorspann gezeigt: Mario und die Prinzessin spazieren durch die Gegend. Plötzlich fällt ihnen auf, dass eine Gewitterwolke über Peachs Schloss erschienen ist, die Blitze auf das Dach abfeuert. Mario rennt sofort los, um nach dem Rechten zu sehen. Das war aber nur ein Ablenkungsmanöver, denn kaum ist Mario außer Reichweite, schleicht sich Bowser Jr. an und (wer hätte das gedacht) entführt die Prinzessin. Von da an ist Mario ihm auf den Fersen, ein neues Super Mario-Abenteuer beginnt.

Technisch ist das Spiel wirklich auf der Höhe der Zeit. Trotz der klassisch zweidimensionalen Perspektive besteht es zu einem großen Teil aus Polygonen, was ein paar nette Effekte zulässt. Und obwohl es “nur” ein Jump’n'Run ist, wird der Touchscreen verwendet: wenn man sich wie zu besten Super Mario World-Zeiten über die Karte bewegt, kann man von Welt zu Welt springen, einfach indem man sie antippt. Und man kann, wie bei SMW, ein Item mit sich rumschleppen, das man während des Spiels durch Antippen auf dem Touchscreen einsetzt.

Da wären wir bei den Items. Der Pilz und die Superblume dürfen natürlich nicht fehlen, der einen größer und stärker macht bzw. die einen Feuerbälle schießen lässt. Oder der Unbesiegbarkeits-Stern. Neu dazugekommen ist der Mini-Pilz, der einen zum winzigkleinen Pixelhaufen schrumpfen lässt. Auf diese Weise kann man weiter springen, weil man leichter ist, durch sehr dünne Röhren kriechen oder auf der Wasseroberfläche laufen. Und es gibt den Mega-Pilz, der einen derart wachsen lässt, dass man fast die gesamte Höhe des Bildschirms einnimmt. So kann man alles niedertrampeln: Gegner, Blöcke, sogar Röhren. Zu guter Letzt wäre da noch der blaue Koopa-Panzer, der Mario in eine Art Koopa-Mario verwandelt und mit seinem Panzer Gegner aus dem Weg kicken kann. Seine in Super Mario 64 erlernten Sprungtechniken hat er auch nicht vollends vergessen: es gibt den Doppel- und Dreifachsprung, den Wandsprung, mit dem man ungeahnte Höhen erreichen kann sowie die Stampf-Attacke.

Die Spiel-Welten sind an schon bekannten Levels aus den bisherigen Super Marios angelehnt, mit dem Unterschied, dass die Welten 4 und 7 versteckt sind. Den Zugang dahin muss man erst finden. Spielentscheidend ist das aber nicht, man kann das Spiel auch so schaffen. Wie es sich für ein Spiel dieser Reihe gehört, endet jede Welt mit einem Schloss, in dem ein Endgegner wartet, in diesem Fall meistens Bowser Jr.. Die kleine Kröte ist aber in jeder Welt äußerst einfach zu erledigen: ein paar Feuerbälle ins Gesicht und er gibt auf. Aber selbst ohne Feuerball-Fähigkeit reichen drei Sprünge auf seinen Bauch. Ein bisschen zu einfach für meinen Geschmack, da gab es schon Schwereres (man erinnere sich nur an die Bowser-Kinder aus SMB 3 und SMW). Auch die meisten Levels sind ohne größere Probleme machbar. Etwas kniffliger wird die Sache, wenn man alle Stern-Münzen finden will, aber auch das ist keine unlösbare Aufgabe. Mit ein bisschen Super Mario-Erfahrung sucht man da nicht lange. Und wenn man sogar Miyamoto himself ein bisschen gut ist, hat man ruckzuck alle Geheim-Levels, alle Warp-Kanonen, die Zugänge zu den Welten 4 und 7 und alle Stern-Münzen gefunden (und damit alle Goodies gekauft).

Dieses Spiel ist gut, richtig gut. Es bietet dringend gebrauchten Nachschub für mein schon ausgestorben geglaubtes Lieblings-Genre, es macht einfach Spaß. Auch die Mini-Spiele sorgen für Kurzweil. Aber entweder werde ich alt oder die Level-Designer sind auch nicht mehr das, was sie mal waren: das Spiel ist einfach viel zu leicht. Es ist noch leichter als Super Mario World, in dem man schon ständig mit Extraleben zugeschüttet wurde. Eine Art “Master Quest”, die man nach erstmaligem Durchspielen freischaltet, die es auch schon bei SMB 1 gab, wäre nicht schlecht gewesen. So kam ich mir die meiste Zeit unterfordert vor. Trotzdem hat Nintendo hier ein schönes Stück Software abgeliefert. Weiter so, mehr davon! Aber nächstes Mal etwas schwieriger, bitte!

6.07.2006

Sword of Mana

by blumentopferde — Categories: Game Boy, gezocktLeave a comment

Sword of ManaDieses Game Boy Advance-Spiel ist von 2004, also noch nicht besonders alt. Ich werde es dennoch hier vorstellen, weil es erstens ein Remake des Game Boy-Klassikers Mystic Quest von Squaresoft (heute Square Enix) ist und ich es zweitens gerade erst durchgespielt habe. Here we go.

Möchte man dieses Spiel einordnen, muss man sich mit der Final Fantasy/Mana-Storyline herumschlagen. Wie gesagt ist es ein Remake von Mystic Quest, das in den USA den Titel “Final Fantasy Adventure” hatte und in Japan “Seiken Densetsu” hieß. Damit hört die Verwandschaft zu Final Fantasy aber auch schon auf. Der SNES-Titel “Seiken Densetsu 2″ ist bei uns als kein geringerer als “Secret of Mana” bekannt, was, wenn wir die logischen Schlüsse ziehen, “Sword of Mana” zum chronologischen Vorgänger von Secret of Mana macht. Alles klar?

Kommen wir zum Spiel. Wer Mystic Quest kennt, wird viele Ähnlichkeiten wiederfinden. Da wären z.B. die Waffen: neben dem Schwert, der Peitsche, der Axt, der Lanze usw. gibt es auch hier die Sichel, mit der man Gras schneiden kann und die als Waffe sonst eigentlich nicht zu gebrauchen ist. Dann wären da viele Orte wie Toppel, Wendel und das Luftschiff, die man in Mystic Quest gesehen hat. Und einige Charaktere wie Willy (der diesmal aber nicht direkt zu Beginn entschläft), Amanda und Bogard. Sogar einige der Musikstücke sind zeitgemäß aufgepeppt und dann übernommen worden. Was absolut neu ist, ist die Grafik. Die kommt im besten 16bit-SNES-RPG-Stil daher. Möglicherweise wurde hier die Secret of Mana-Engine wiederverwendet, denn auch die bekannten Ringmenüs tauchen auf.

Zu Beginn muss man sich entscheiden, ob man in die Rolle des jungen Kriegers oder in die des Mädchens aus dem Mana-Volk schlüpfen will. Von dieser Wahl hängt es ab, wie die Handlung verläuft, denn die beiden trennen sich gelegentlich, um mit einem Verbündeten an anderer Stelle weiterzumachen. Das ist durchaus ein Punkt, der zum zweiten Durchspielen anregt. Problematisch sind allerdings die ausufernden Dialoge der Helden mit den NPCs. Wenn die einmal angefangen haben, sind sie kaum noch zu bremsen. Es machte mir wirklich Schwierigkeiten, der Story zu folgen, eben weil so dermaßen viel geredet wurde. Auch das eigentliche Spielziel scheint mir dadurch etwas diffus: soll man jetzt den Schattenherrscher besiegen oder doch eher Julius? Ist dazu das Mana-Schwert notwendig oder ist diese legendäre Waffe dann doch eher nebensächlich? Muss das Mädchen beschützt werden oder kann sie doch ganz gut auf sich selbst aufpassen? Schwierig, schwierig. Trotz alledem wurschtelt man sich so bis zum Ende durch.

Also alles in allem ist dieses Spiel nicht übel. Es kann einen 20 Stunden bei der Stange halten, weil man doch immer etwas neugierig ist, wie es weitergeht. Die Grafik ist sehr gut geraten und bietet manchmal spektakuläre Effekte wie z.B. einen der Angriffe des finalen Endbosses. Aber irgend etwas fehlt, aus irgend einem Grund will nicht so recht dieselbe Spannung wie bei Secret of Mana aufkommen. Es ist durchaus sein Geld wert, aber man sollte nicht zu viel erwarten.

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