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RetroZocker

RetroSound - Rätsel 1

Ich melde mich zurück aus der Versenkung und habe auch gleich eine neue Idee mitgebracht. Analog zu suicide, von dessen Pixel-Riddle ich mich habe inspirieren lassen, gibt es hier ab jetzt von Zeit zu Zeit das RetroSound-Rätsel! Ich stelle hier eine Melodie aus einem Video- oder Computerspiel ein, und ihr müsst erraten, aus welchem Spiel das Stück stammt. Mal sehen, wenn genügend Leute mitraten, erstelle ich vielleicht auch eine Rangliste der Mitrater über alle RetroSound-Rätsel. Wer dann zusätzlich zum Spiel noch den Titel des Stücks errät, bekommt einen Extrapunkt.

Und jetzt geht’s los mit Stück Nr. 1, bitte schön:

Update:

Ramuh hat die richtige Lösung. Es handelt sich um The Wind never Ceases aus Secret of Mana.

Astronomen sind auch nur Videospieler

Pac-Man-NebelZuerst einmal: ich wünsche allen meinen Lesern ein frohes neues Jahr und eine Menge vergnüglicher Zockerstunden!

Kommen wir zum Thema. Leuten, die sich mit Astronomie auseinandersetzen, wird nebenstehendes Bild vielleicht schon lange bekannt sein, mir ist es aber erst in der aktuellen Google Earth-Version aufgefallen: wenn man auf den Button “Zwischen Weltraum- und Globusansicht wechseln” klickt, wird die Blickrichtung umgekehrt und man schaut ins Weltall. Auch hier kann man sehr weit zoomen wie von Google Earth / Maps gewohnt. Wenn man nun seine Aufmerksamkeit auf das Sternbild Kassiopeia richtet, findet man ihn bald: den Pac-Man-Nebel!

Das ist kein Witz oder gar ein Easter Egg der Google-Entwickler. Diesen Nebel gibt es wirklich und er heißt auch so. Zumindest ist das sein Spitzname, seine offizielle Bezeichnung lautet NGC 281. Da sieht man mal, welche Spuren Videospiele in den Köpfen von vielen Leuten hinterlassen können, sogar Astronomen haben offenbar schon Pac-Man gezockt.

Was ich mich jetzt auch gerade frage: gibt es in Super Mario Galaxy vielleicht einen Geheim-Level, in dem man im Pac-Man-Nebel auf Pac-Man trifft? Wäre doch naheliegend.

Nintendo-Sterne in Wii-Punkte umwandeln

Wii Points Card ShopNintendo hat es lange vorher angekündigt, ohne einen konkreten Start-Termin zu nennen. Seit gestern ist es nun soweit: im Zuge des Umbaus von nintendo.de wurde der Wii Points Card Shop eröffnet, in dem man relativ nutzlose Nintendo-Sterne in wertvolle Wii Points umwandeln kann.

Nintendo-Sterne erhält man, indem man sich auf nintendo.de zum Nintendo-Clubmitglied macht und jedes neu erworbene Spiel dort registriert. Ich sage nutzlose Nintendo-Sterne, weil man sie bisher nur in meist recht grenzwertige Prämien umtauschen konnte. Für Wii-Punkte kann man sich hingegen viele gute Spiele-Klassiker für die Virtual Console kaufen.

Trotzdem, es gilt mal wieder der olle Spruch, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Es fängt damit an, dass man bisher durch einen täglichen Besuch auf nintendo.de schon 5 Sterne abgreifen konnte, nur durch das Laden der Startseite. Dadurch kam mit der Zeit eine ganz schöne Menge an Sternen zusammen. Diese Möglichkeit wurde ersatzlos gestrichen. Was dazu führt, dass immer eine “ungerade” Restanzahl an Sternen auf dem Konto bleiben wird, die man nicht los wird und die dann auch noch irgendwann verfällt. Nintendo hat in seinen neuen Nutzungsbedingungen, die man im vergangenen Sommer absegnen musste, festgelegt, dass nicht verbrauchte Sterne nach, ich glaube, 6 Monaten verfallen. Große Klasse.

Es wird dem Nintendo-Zocker auch schwerer gemacht, viele Sterne anzusammeln. Zwar gibt es für die Registrierung von Hardware nach wie vor 500 Sterne, aber während es bisher für jedes Spiel 250 Sterne gab, ist das jetzt quasi in Tarifgruppen aufgeteilt worden: hat ein Spiel (laut unverbindlicher Preisempfehlung) bis zu 29 € gekostet, gibts dafür nur noch 100 Sterne. Hat es zwischen 29 und 49 € gekostet, gibts dafür 200 Sterne und bei mehr als 49 € die bisherigen 250 Sterne. Einzige positive Neuerung: zum Geburtstag gibts auch Sterne. Bin mal gespannt, wieviele das wohl sein werden. In ein paar Tagen werde ich das wissen, dann habe ich nämlich Geburtstag.

Hat man es in den Wii Points Card Shop geschafft, bekommt man den Wechselkurs Sterne -> Punkte zu Gesicht: für 400 Sterne gibts 100 Punkte, für 1200 Sterne 300 Punkte, für 2000 Sterne 500 Punkte und für 4000 Sterne 1000 Punkte. Also 4:1. Ich hatte immer auf einen 1:1-Kurs gehofft, aber das war wohl naiv. Immerhin kann ich die Sterne noch für drei bis vier gute Spiele auf den Kopf hauen.

Es ist ja schön, dass man jetzt endlich die Möglichkeit des Umtauschs in Wii-Punkte hat. Aber irgendwie bleibt ein schaler Nachgeschmack. Man hat das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden, man kommt sich wie ein Payback-Punkte-Sammler vor. Die paar Sterne, die man sich jetzt noch verdient, sind kaum noch was wert. Es bleibt zu hoffen, dass Nintendo sich noch ein paar weitere Möglichkeiten einfallen lässt, an Sterne zu kommen.

Ausnahmezustand im Hause RetroZocker

Super Mario Galaxy

Sehr geehrte Kundschaft. Auch im Leben eines RetroZockers gibt es mal einen Punkt, an dem mal wieder ein brandneues, zeitgemäßes Spiel ins Haus kommen muss. So ein Tag ist heute.

Was ihr da oben seht, ist ein Foto unseres Fernsehers. Hieß es nicht, dass Super Mario Galaxy erst morgen am 16.11.07 erscheinen soll? Offensichtlich muss man nur den richtigen Laden erwischen, um das Spiel schon einen Tag vor dem Release abgreifen zu können. Und ich hatte Glück, es waren nur noch drei Exemplare da. Herrlich. Auf Super Mario-Jump’n'Runs stand ich schon immer, daher ist dieses Spiel ein absoluter Pflichtkauf, der ausnahmsweise schon direkt am (bzw. einen Tag vor dem) Release-Tag ins Haus muss.

Das war’s erst mal von mir. Ich muss noch meine Nintendo-Sterne für das Spiel einlösen, die Spiel-Anleitung lesen (ich mach das grundsätzlich vor jedem Spiel, ist so eine Eigenart von mir) und dann wird gezockt. Auf diesen Zwei-Spieler-Modus bin ich mal gespannt. Meine Freundin steht schon bereit, denn trotz aller Skepsis wegen Geld-Ausgebens ist sie sicher auch ein bisschen neugierig.

Ein Interview mit meinem Helden

Alexey PajitnovDas hier ist Alexey Pajitnov. Die Älteren von euch werden sich erinnern: der Mann hat Tetris erfunden, eines der größten Suchtspiele der Videospiele-Geschichte.

Golem.de hat ihn auf dem Nottingham Gamecity 2007 Festival getroffen und interviewt. Er erzählt von der turbulenten Geschichte von Tetris, wie Konzerne sich um die Rechte am Spiel gestritten haben, Nintendo am Ende damit Millionen verdiente und er selbst zunächst keinen Pfennig davon gesehen hat (erst Jahre später bekam er Tantiemen). Sehr lesenswert, das Interview, auch deshalb, weil der Alexey ein sympathischer Typ ist. Es gab sogar mal eine Fernseh-Dokumentation über dieses Thema, die jemand in Google Video eingestellt hatte, leider kann ich das Video dort nicht mehr finden. Schaut es euch an, falls ihr mal darüber stolpern solltet.

Warum ich Herrn Pajitnov als meinen Helden bezeichne? Weil er durch Tetris weltberühmt wurde, weil er, wenn auch etwas verspätet, sicher nicht schlecht daran verdient hat, aber trotz allem ein bescheidener Mensch geblieben ist. Und vor allem, weil er ein Spiel kreiert hat, mit dem tausende Menschen viele Stunden ihres Lebens verbracht haben und viel Freude hatten. Und noch heute haben.

Und da auch ich noch heute viel Freude an Tetris habe, besitze ich selbstverständlich Tetris DS, das ich auch gelegentlich online zocke. Falls mal jemand Lust auf ein Ründchen gegen mich hat, hier mein Freundescode: 7074 7606 9210.

Was man am schwarzen Brett so findet…

Meine neue Amiga 500-Ausrüstung Da sitzt man abends nichts-ahnend vor dem Rechner und liest Spieleblogs, als die Freundin plötzlich meint “am Schwarzen Brett von bremen.de verkauft jemand einen Amiga 500“. Das ließ mich natürlich hellhörig werden, vor allem, da die Ausstattung nicht zu verachten war und das Gesamtpaket zum Schnäppchenpreis angeboten wurde.

Kurz gesagt: ich bin jetzt im Besitz eines brandneuen Amigas in ziemlich gutem Zustand, wenn man sein Alter bedenkt. Und es ist alles dabei, was man sich zum Zocken nur wünschen kann: 1 MB RAM, ein Dauerfeuer-Joystick, ein externes 3,5″-Disk-Laufwerk, ein ordentlicher Monitor, eine funktionierende Maus, eine A590-Festplatte mit gigantischen 20 MB Kapazität und drei Diskettenboxen voll mit… äh… Disketten. Jetzt werdet ihr sagen “aber der hat doch schon einen Amiga, was will der mit noch einem?!”. Schon richtig, allerdings funktionierten bei meiner alten Amiga-Hardware einige Teile schon nicht mehr, z.B. die linke Maustaste, die Festplatte oder die Batterie der batteriegepufferten Uhr. So hatte ich jetzt also die Gelegenheit, die jeweils besseren Teile beider Ausrüstungen zusammenzufügen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto. Obwohl er keinen Dauerfeuer-Schalter hat, habe ich natürlich zuerst meinen alten Original-Competition Pro angeschlossen sowie die neue Maus, mein altes Disk-Laufwerk und den neuen Monitor. Die Festplatten waren beide unbenutzbar, aber seitdem ich das Gehäuse meiner alten A590 komplett auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt habe, läuft die Platte seltsamerweise wieder.

Dass die Platte wieder läuft, ist ein echter Glücksfall: jetzt kann ich nämlich mein zusammengefrickeltes Datenübertragungskabel (USB auf der PC-Seite, seriell 9polig auf der anderen Seite, gekoppelt mit einem Adapter für seriell 9polig auf 25polig, gekoppelt mit seriell 25polig an dem Adapter und auf der anderen Seite am Amiga) nutzen, um ADF-Images vom PC auf den Amiga und von dort auf Disketten oder, andersrum, von Amiga-Disketten als ADF-Images auf den PC zu kopieren. Auf Amiga-Seite benutze ich dazu ein Terminal-Programm, das in der Lage ist, Binär-Daten zu übertragen; auf PC-Seite das DOS (!)-Terminal-Programm der Wahl “Terminate 5.00” in einem Shell-Fenster unter Windows Vista (!!) über einen emulierten (!!!) COM-Port. Unglaublich, funktioniert aber trotzdem.

Außerdem habe ich mir noch bei eBay einen A520-TV-Modulator besorgt, mit dem ich den Amiga an unseren Fernseher anschließen kann und dabei nicht auf ein Farbbild verzichten muss. Das Teil ist gestern angekommen und ich habe ihn direkt mal mit Turrican getestet. Das war ein wunderbares Retro-Erlebnis, kann ich euch sagen. Ich habs gespielt und gespielt… und durchgespielt. Im Anschluss habe ich noch alle vier Flipper-Tische von Pinball Dreams bearbeitet, auch das kommt am großen TV-Bildschirm richtig gut.

Und als nächstes kommt Turrican II dran… pass auf, Machine, Bren McGuire ist wieder da…

Retro-Spektiven-Rückblick, Teil 2

So, hier kommt jetzt der versprochene zweite Teil meines Retro-Spektiven-Rückblicks. Die wahren Highlights kommen ja erst noch!

Nach der CBS Colecovision traf ich auf ein G7000 Videopac. Mit dem Spiel, das darauf lief, bin ich aber nicht so recht klargekommen. War wohl selbst für mich ein bisschen zu steinzeitlich. Weiter ging’s mit einem breiten Tisch voll mit gebrauchter Nintendo-, Sega- und Sony-Hardware und dazu passenden Spielen. Alles kaufbar zu attraktiven Preisen. Es war wahrscheinlich wirklich besser, dass ich kein Geld dabei hatte. Als nächstes stieß ich auf ein NES, an das eine “Family Fun Fitness”-Matte angeschlossen war. So neu scheint die Wii Fit-Idee von Nintendo also wohl nicht zu sein. Daneben stand ein weiteres NES, auf dem Super Mario Bros. lief. Die Gelegenheit wollte ich nutzen und so habe ich es mal eben im Schnelldurchlauf durchgespielt.

Daneben stand ein Super Nintendo in einem dieser originalen Verkaufsstände aus den Kaufhäusern, in denen die Konsole und die Controller immer eingeschlossen waren. Dort spielte ein Vater mit seinem Sohn Street Fighter II. Er hatte seinen Sohn an die Konsole gelockt mit den Worten “Das ist wie Tekken”. Klar, woher sollen die Kinder dieser Tage auch SFII kennen? Ich glaube, ich werde langsam wirklich alt. In dem Zusammenhang fällt mir noch ein weiteres Kind ein, das zu seinem Vater “Guck mal, Bomberman!” sagte, woraufhin der Vater meinte “Neinnein, das ist Pac-Man!”.

Als nächstes setzte ich mich zum ersten Mal an ein Vectrex. Die analoge Darstellung von Vektorgrafiken war damals für eine Spielekonsole einzigartig und so schlecht sah das auch gar nicht aus. Beim Spiel “Star Ship” hatte ich nach einigen Runden den Dreh raus und gar nicht mal so wenige feindliche Schiffe abgeschossen. Dann setzte ich mich ans Vectrex daneben, auf dem Asteroids lief. Da war ich aber ziemlich schlecht.

Dann erreichte ich quasi den 16bit-Raum, der voller Ataris, Amigas und Competition Pro-Joysticks stand. An einem der Amigas spielte ein Junge Lotus 2. Dass sich heute Kinder angesichts ultra-realistischer 3D-Grafiken überhaupt noch für derart alte Spiele erwärmen können, finde ich schon bemerkenswert. Es bestärkt mich aber auch nur in der Auffassung, dass Fotorealismus in Spielen überhaupt nicht erstrebenswert ist, wenn der allgemeine Spielspaß dafür auf der Strecke bleibt.

Danach fand ich noch ein spielbares Amiga CD32, Nintendo 64 und Dreamcast vor. X-Box, PS2 und GameCube waren auch noch aufgebaut, aber für eine Retro-Ausstellung war mir diese Konsolen-Generation doch etwas zu neu. Auch die Videospiele-Zeitschriftensammlung von kultpower.de habe ich gesehen. Ich wollte noch ein Foto einer quirligen “Mädchen-Seite” in einem der Magazine machen, aber als ich mit meiner Kamera wieder zu den Zeitschriften kam, waren die schon wieder eingepackt. Sehr schade. Aber damit hatte ich dann auch die komplette Ausstellung gesehen.

Erwähnt werden sollte außerdem noch, dass die Ausstellung in der aktuellen Retro auf Seite 5 erwähnt wird, zu beziehen in der Bahnhofsbuchhandlung eures Vertrauens oder per Abonnement. Und jetzt wünsche ich euch noch viel Spaß bei meinen restlichen Fotos! Und ein Tipp noch: wenn bei euch bei den Fotos die Beschriftung abgeschnitten wird, drückt F11, um euren Browser in den Vollbild-Modus zu versetzen (zumindest bei Firefox, Opera und IE). (Den Artikel lesen)

Eilmeldung! BTTR ist wieder online!

Back 2 the RootsFred Feuerstein würde dazu wohl nur “Jabbadabbaduuuh!” sagen: Back 2 the Roots ist endlich wieder vollständig online! Die bekannte Amiga-Seite war seit über 2 Jahren nicht mehr zu erreichen, aus unbekannten Gründen, da die Betreiber sich nirgends dazu geäußert hatten. Einzig der FTP-Server war in Teilen noch da. Und von heute auf morgen ist BTTR nun plötzlich wieder verfügbar, als wäre es nie weg gewesen. Selbst in den Site News steht noch eine Neuigkeit, an die ich mich dunkel erinnern kann, sie vor zwei Jahren schon mal gelesen zu haben.

Für die unter euch, die BTTR nicht kennen sollten und die auf Amiga-Emulation stehen: schaut euch die Seite unbedingt an. Schon beim Betreten der Seite öffnet sich ein Popup, das das BTTR mod of the month abspielt (ihr braucht dafür das MODPlug-Plugin). Was ihr dann vorfindet, ist gewaltig: hunderte von legal herunterladbaren Amiga-Spielen auf Disketten- oder Festplatten-Images, dazu passende Savedisks, CD-Images von CDTV- und Amiga CD32-Spielen, eine Liste mit Infos über tausende Amiga-Spiele, eine Datenbank der Spiele-Macher, Links zu Emulatoren und Tools, Infos zur Amiga-Hardware, Musik, diverse Mod-Radios, ECS- und AGA-Demos, Screenshots von Spielen, Scans von Spiele-Verpackungen, und und und.

Leider stelle ich jetzt gerade erst fest, dass scheinbar nur die Seiten selbst wieder online sind. Fast der gesamte oben beschriebene Inhalt fehlt! Da hat wohl jemand ein Backup zurückkopiert. Ich hoffe einfach mal, dass der Rest auch wieder hochgeladen werden wird, sonst ist das Ganze natürlich witzlos. Ich werde jedenfalls regelmäßig nach dem Rechten sehen und euch berichten, wenn es da was Neues gibt.

Update 03.10.2007: Wie ich gerade höre, ist der komplette Datenbestand von BTTR jetzt wieder online (und diesmal habe ich es vor dem Schreiben dieser Zeilen auch selbst überprüft). Die Seite ist jetzt wieder auf dem “aktuellen” Stand von vor zwei Jahren, demnächst soll aber alles von dem jetzigen Server mit einer randvollen 160 GB-Festplatte auf einen Terabyte-Server umziehen. So haben die Macher wieder genug Platz für Updates, mit denen es wohl gegen Ende des Jahres losgehen soll. Geilomat!

Retro-Spektiven-Rückblick, Teil 1

Ein paar Tage (haha) ist die Retro-Spektive jetzt schon her. Ich bin bisher nicht dazu gekommen, meinen “Bericht” zu schreiben, weil ich so viele Fotos gemacht habe, die ich natürlich alle hier unterbringen will, ich aber im Moment recht wenig Zeit dazu habe. Daher präsentiere ich euch hier und jetzt einfach den ersten Teil meines Rückblicks auf die Retro-Spektive. Der Rest folgt hoffentlich bald.

Direkt am Eingang ging es los mit haufenweise alten Nintendo-, Sega- und Playstation-Spielen, die man gebraucht kaufen konnte. Ich hatte zwar kein Bargeld dabei, aber diese Nintendo-Modul-Sammlung habe ich mir trotzdem mal angesehen. Na, vielleicht war es ganz gut, dass ich kein Geld dabei hatte. Auch die dazugehörigen Konsolen konnte man kaufen nebst Eingabegeräten, Action Replay- und Game Genie-Modulen. Und hier habe ich mein erstes Sega Master System der ersten Generation gesehen. Ich muss sagen, das Teil ist ein ähnliches Design-Verbrechen wie der japanische Famicom. Ist aber ja eigentlich auch egal, es kommt schließlich auf die Spiele an und die anderen Konsolen dieser Ära waren ja auch nicht viel hübscher.

Nach dem Gebraucht-Spiele-Stand kam direkt ein Pong-Automat. Da ich noch nie einen aus der Nähe gesehen hatte, bin ich erst mal hin und wollte den linken Balken bewegen. Der Logik eines Joysticks folgend dachte ich mir also, wenn ich den Balken nach oben bewegen will, werde ich das Bedienelement wohl nach oben ziehen oder drücken müssen. Gedacht, getan… und schon hatte ich das Teil in der Hand. Ups! Erst da wurde mir klar, dass das Drehregler sind. Der Besitzer des Automaten war zum Glück in der Nähe und er war auch nicht erbost über meine Sachbeschädigung. Wir befestigten das Plastikteil wieder (es war nur abgefallen) und spielten dann eine Runde gegeneinander, die ich auch direkt 15:2 gewann. Nicht schlecht für das erste Spiel an einem richtigen Pong-Automaten.

Es folgten eine Menge Kleinode wie Konsolen aus den 70ern oder Heimcomputern, von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Sehr lustig war auch die Verpackung der SABA Videoplay, auf der zwei Menschen einen Pac Man-Klon spielen und die untertitelt ist mit “Der Fernsehspiele-Computer”. In einer anderen Ecke standen ein Monza GP-Automat, der aber leider nicht in Betrieb war und ein Automat, auf dem ein Spiel lief, das große Ähnlichkeit mit Pang hatte. Ich hätte auch gern mal damit gespielt, aber das Teil war die ganze Zeit von einem kleinen Mädchen und wechselnden Mitspielern besetzt, so dass ich nicht zum Zuge kam. Danach ist mir zum ersten Mal ein Atari VCS 2600 und ein CBS Colecovision begegnet und damit das erste Donkey Kong außerhalb einer Nintendo-Konsole.

So, dieses war der erste Streich, und der zweite folgt zwar nicht sogleich, aber bald. Schaut euch am besten bis dahin erst mal die Fotos an.

Master System, Mega Drive, Playstation, Nintendo 64Ein Pong-Automat. Nach der Reparatur des Spieler 1-Drehreglers (Sorry!) habe ich aber auch gleich in einer Partie gegen den Besitzer 15:2 gewonnen.Die Odyssey-Konsole aus den 70ernEin Commodore PET und ein Tandy TRS-80 RadioShack von 1977 mit RadioShack Quick PrinterEin Apple ][ von 1977Ein Interton Electronic VC 4000 und ein SABA Videoplay von 1976Monza GP-Automat, war leider nicht in BetriebEine kleine Zockerin und ein großer Zocker an einem Automaten ähnlich dem Amiga-Spiel “Pang”Eine Zockerin an einem Atari VCS 2600Ein CBS Colecovision von 1982 mit Donkey Kong in “High Resolution”

30 Jahre Zocker-Geschichte

Spielkonsolen + HeimcomputerEine Veranstaltung der ganz besonderen Art findet nächstes Wochenende hier bei uns im Norden statt: die Retro-Spektive, südlich von Oldenburg in einem gemütlichen Gasthof an der A1 gelegen, eine Ausstellung von Spielekonsolen und Heimcomputern von 1978 bis heute. Es wird ein Pong-Automat aufgestellt, Space Invaders, Arcade-Maschinen, 8-, 16- und 32-Bit-Konsolen und mit vielen Geräten (wenn nicht mit allen davon) wird man sogar spielen können.

Nun kramt man nicht alle diese Schätzchen mal eben aus seinem Keller. Damit diese Ausstellung ermöglicht werden konnte, haben sich mehrere Gruppierungen zusammengetan: The Legacy, eine große deutsche Spieledatenbank; Der Gameshop, ein Videospiele-Laden aus Cloppenburg; der Classic Computing e.V., ein Verein aus dem Raum Stuttgart, der sich dem Erhalt klassischer Computersysteme widmet; Mr. Atari, ein Holländer, der wohl eine der größten Atari-Sammlungen weltweit sein Eigen nennen kann; der Retrogames e.V., ein Karlsruher Verein, der die deutsche Videospiele-Kultur bewahren will; das Oldenburger Computermuseum, eine Privatsammlung, die Geräte von 1975 bis 1995 umfasst sowie Kultpower, die ASM- und PowerPlay-Fansite, die auch Scans von Titelseiten anderer alter Spiele-Magazine und alten Testberichten im Internet zur Verfügung stellt. All die Zocker, die hier zusammenkommen, stellen hier eine Ausstellung mit spielbarer Hardware, Software und alten Magazinen zum Durchblättern auf die Beine. Das klingt wirklich sehr lecker, und da diese Ausstellung nicht allzu weit von meiner Heimatbasis entfernt ist, werde ich wahrscheinlich einen Abstecher dorthin machen, falls nichts mehr dazwischen kommt. In diesem Fall folgt dann hier demnächst ein Erlebnisbericht.

Das Ganze findet am 17. und 18. August von 10:00 - 19:00 statt, der Eintritt ist frei. Und ganz in der Nähe findet zudem noch der Stoppelmarkt in Vechta statt, einer der größten deutschen Jahrmärkte. Da lohnt sich die Anreise doch gleich doppelt, würde ich sagen!

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